Das Kolosseum, offiziell Amphitheatrum Flavium

17.7.2025 Ein Ausflug zum Vesuv

Eva BUTTAZZONI Donnerstag, 17. Juli 2025 von Eva BUTTAZZONI

Schon wenn man mit dem Flugzeug Neapel anfliegt, sieht man ihn und seine ganz besondere Form, den Vesuv.

Er stand ganz oben auf unserer „Must-see“ Liste und wir waren überrascht, dass es uns gleich beim ersten Versuch gelang für den nächsten Tag ein Ticket zur Besteigung zu bekommen.

Alles ist im Voraus online bei „www.vivaticket.it“ zu buchen, denn es gibt ausschließlich online Tickets - das Ticket für den Vesuv, ebenso wie das Parkplatzticket. Mit diesem Ticket kann man ein Zeitfenster wählen, wann man den Berg besteigen möchte. Zu beachten ist, wenn man die 2 Kilometer vom Parkplatz zum Eingang nicht mit dem Bus fahren, sondern zu Fuß gehen möchte, muss man etwas mehr Zeit einplanen.

Man sagte uns, die Tickets wären oft bereits Wochen im Voraus ausgebucht. Dieses Problem hatten wir nicht, doch die Bedienung der Seite für den Ticketkauf war etwas mühsam und brauchte Geduld, denn wir wurden mehrmals aus dem Buchungsprozess geworfen und anschließend den Parkplatz zu buchen, war nicht verlinkt. Doch mit guten Nerven klappt alles.

Vor Ort war dann alles gut organisiert, wir fanden einen Parkplatz und gingen an den Verkäufern für die Tickets für den Shuttlebus vorbei. Sie schüttelten erstaunt den Kopf, „Wer hat schon Lust zu Fuß zu gehen!“. Ein Shuttlebus nach dem anderen passierte uns, während wir hinauf zum Eingang wanderten, doch wir hatten genug Zeit eingeplant. Wir gehen gerne und hatten so die Möglichkeit, den Berg, die Landschaft und die Natur um uns in uns aufzunehmen.

Während es in der Stadt unten bereits sehr heiß war, spürten wir am Berg den angenehmen Wind und die leichte Abkühlung. Immer noch etwas verfrüht kamen wir beim Eingang schließlich an, doch das war kein Problem, wir durften durch die Kontrolle und den letzten Anstieg zum Gipfel auch schon vor der angegebenen Zeit beginnen.

Wir teilten uns den Weg mit vielen Menschen, doch jeder schien gut gelaunt, interessiert und obwohl wir es lieben, allein am Berg zu sein, genossen wir den Ausblick auf Neapel, das Meer und die Landschaft um uns. Es ist ein besonderes Gefühl einen Vulkan zu besteigen, selbst wenn er absolut ruhig und inaktiv erscheint.

Es sind nur 1500 m und ca. 200 hm, die man für das letzte Stück hinauf braucht und dann kann man das erste Mal den Blick in den Krater werfen. Der Wind trug Wolken heran und es wurde mystisch. Es schien, als würde aus dem Krater Rauch aufsteigen, die Landschaft um den Krater herum verschwand und es wurde kühl.

Die vielen Menschen, die alle einen Blick in den Krater erhaschen möchten und der ständige, sich bewegende Menschenstrom, der vorwärts drängt, lassen ein langes Innehalten und ein sich einlassen auf die gewaltige Kraft des Vesuvs schwer zu. Und doch meinten wir sie zu spüren, diese Macht, die tief unter der Erde brodelt und diesen Vulkan eines Tages wieder ausbrechen lässt.

Es ist schon beeindruckend den Grat entlang zu wandern und auch wenn nur etwa die Hälfte des Grates zur Begehung freigegeben ist, gibt es tolle Blicke in die Tiefe des Kraters.

Als wir schließlich wieder mit dem Auto Richtung Neapel fuhren, fielen uns die vielen Häuser, Restaurants und Weingüter auf, die direkt an den Hängen des Vesuvs gebaut worden waren und wir staunten über die Sorglosigkeit und das Vertrauen, das die Menschen hier haben. Aber es liegt wohl tief in uns, man kann nicht ständig Angst haben, irgendwann ignoriert man sie und eines Tages, wenn lange Zeit nichts passiert ist, ist sie einfach nicht mehr da…

Hier noch ein paar Eckdaten zum Vesuv:

Italienisch: Vesuvio

Entfernung zu Neapel 9 km

Höhe heute: 1.281 m, zur Zeit des Ausbruchs 79 n. Chr. etwa doppelt so hoch.

Seither hat es einige weitere große Ausbrüche gegeben, den letzten 1944. Seither ruht er.

Tiefe des Kraters: 300m

Wein: Schon zur Zeit der Römer wurde am Vesuv Wein angebaut, da die Erde sehr mineralstoffreich ist. Der Lacryma Christi del Vesuvio DOC ist jedem, der mal Italien besucht hat ein Begriff

ENDE Bericht ein Ausflug zum Vesuv


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