Die Parkgarage „Colli Aminei“ am Rande der Stadt war etwas „tricky“ zu finden. Google Maps leitete uns zur Ausfahrt und dann wiederum die Einfahrt zu finden war ein kleines Abenteuer, das uns im Kreis führte. Doch die Metro gleich am Ausgang der Parkgarage und der Preis von € 5,50 nach zehn Stunden parken, war absolut sensationell.
Da unser erster Trip in die Stadt sehr kurzfristig geplant war, unvorbereitet, uneingelesen, dachten wir uns, wir bitten mal ChatGPT um Unterstützung und lassen uns eine Runde zusammenstellen, die sehenswert ist. Es hat geklappt.
Selbst der Tipp mit der Parkgarage war von ChatGPT. Nicht immer verlassen wir uns auf die Informationen, doch diesmal waren sie gut. Wir starteten auf der Piazza Dante. Obwohl Ende August, war es kühl, denn es hatte in der Nacht stark geregnet, alles war noch nass und grau und um 9:30 Uhr in der Früh war noch kaum jemand auf der Straße.
Wir waren hungrig und ließen uns vom wunderbaren Blick auf ein paar Köstlichkeiten in der Auslage der Pasticceria Blanco, gleich am Platz locken. Auch hier werden wir sicherlich ein zweites Mal wieder herkommen.
Mit vollem Bauch machten wir uns dann auf die Stadttour, zunächst durch enge Gassen. Überall duftete es nach der frischen Wäsche, die hoch über uns auf den Balkonen hing. Trotzdem war es noch etwas ungemütlich, so schwer einzuschätzen, ist es eine sichere Gegend oder eben doch nicht?
In Neapel ist es optisch oft eher heruntergekommen und dann bemerkt man die schönen Geschäfte, die netten Lokale, die sauberen Frisöre, die sich im Inneren verbergen.
Im Quartiere Spagnolo stießen wir zum ersten Mal auf eine große Menschenmenge, alle versammelt um „Santa Maradonas“ Bild an der Wand, Stände mit Souvenirs, ein Markt mit zum Teil sehr wild anmutendem Essen. So spannend, wie sehr Diego Maradona immer noch verehrt wird in Italien.
Schließlich verlief die Tour in den baulich absolut beeindruckenden Teil der Stadt. Burgen, Kirchen, Einkaufsstraßen, der Hafen,... Besonders empfehlenswert ist eine Fahrt mit dem „Ascensore“, dem Lift, hinauf auf den Monte Echia. Der Rundumblick von oben zum Vesuv, über die Stadt, das Meer bis zur Insel Capri, ist atemberaubend.
Immer wieder lohnt es sich auf einen Café und ein „Cornetto“, oder eine Pizza in eines der vielen Lokale zu gehen. Eine Pizzeria reiht sich an die nächste und überall wird die napolitanische Küche angepriesen. Der Nationalstolz ist groß und das spürt sich gut an, etwas, das man bei uns selten spürt.
Zum Abschluss begaben wir uns noch unter die Erde ins „Napoli Sotterranea“, das seinen Ursprung bereits vor 2500 mit den Griechen hatte, die das Gebiet besiedelten. Sie brauchten Steine zum Bau ihrer Häuser und das Tuffgestein, das aus einem Vulkanausbruch der phlegräischen Felder 40.000 Jahre zuvor stammte, eignete sich aufgrund seiner Leichtigkeit zum Abbau. Es entstanden unterirdische Räume, die später von den Römern mit Gängen verbunden wurden und mit Wasser gefüllt zur Versorgung der Stadt mit Trinkwasser. Im zweiten Weltkrieg wurden sie zum Luftschutzbunker für tausende von Menschen und noch immer sind sie intakt, ein weit verzweigtes, viele Kilometer langes System. Wenn man Neapel besucht, sollte man sich das ansehen. Allerdings ist es empfehlenswert die Karten im Voraus zu buchen, sonst steht man lange in der Schlange an.
Napoli wir kommen wieder, denn es gibt noch viel zu entdecken!
Samstag, 30. August 2025 von Eva BUTTAZZONI