Das Kolosseum, offiziell Amphitheatrum Flavium
Acquedotto Carolino
Eva BUTTAZZONI Samstag, 15. November 2025 von Eva BUTTAZZONI

Acquedotto Carolino - das Carolinische Aquädukt

Es ergab sich gut, am Weg zum Weihnachtsmarkt in Limatola die Ponti della Valle, einen Abschnitt des Carolinische Aquädukt in der Gemeinde Valle di Maddalon zu besuchen und eine kleine Wanderung in der Umgebung zu machen.

15.11.2025 Acquedotto Carolino - das Carolinische Aquädukt

Acquedotto Carolino

Acquedotto Carolino

Die Ponti della Valle sind der spektakulärste Abschnitt des Acquedotto Carolino.

Wobei die Wanderung an diesem Tag das am wenigsten spektakuläre war, denn die Gegend bietet außer dem Aquädukt keine Highlights. Im Gegenteil, wenn man nicht auf befahrbaren Straßen wandert, sondern auf die bei Komoot eingezeichneten Wege vertraut, landet man in tiefem Unterholz des Waldes, wird von wilden Brombeerstauden festgehalten und muss sich einen Weg durchs dichte Gestrüpp an steilen Hängen suchen, denn die alten Wege sind wohl in Vergessenheit geraten.

Doch beim Aquädukt zu stehen, den Kopf in den Nacken legen zu müssen, um die 55 Meter hinaufzusehen, zu wissen, es steht bereits seit knapp dreihundert Jahren da, gebaut, um das Schloss von Caserta mit Wasser zu versorgen, das lässt einen nur beeindruckt den Kopf schütteln.

Hier ein paar Eckdaten zu diesem baulichen Meisterwerk:

Die Ponti della Valle sind der spektakulärste Abschnitt des Acquedotto Carolino. Sie gehören zu den eindrucksvollsten Ingenieursleistungen Europas im 18. Jahrhundert.

Im 18. Jahrhundert

Im 18. Jahrhundert

war das Acquedotto Carolino eines der längsten und fortschrittlichsten Wasserleitungsnetze Europas.

Es wurde gebaut, weil der König von Neapel mit dem Palast von Caserta ein neapolitanisches Versaille erschaffen wollte, mit gigantischen Kaskaden und Wasserspielen. Dafür brauchte man ungeheure Mengen Wasser – die lokalen Quellen reichten nicht aus.

Der Architekt Luigi Vanvitelli, der mit dem Bau des Palastes beauftragt war, entwarf dafür ein 38 km langes, fast durchgängig gefällebasiertes Leitungssystem, das Wasser aus der Quelle Fizzo zu den Gärten, Kaskaden und Seidenfabriken von Caserta bringen sollte.

In nur 17 Jahren, zwischen 1753 und 1770 wurde es gebaut. Es kam ganz ohne Pumpen aus und basierte ausschließlich auf einem genau berechneten Gefälle von 1mm pro Meter! – Eine hydraulische Meisterleistung seiner Zeit.

Im 18. Jahrhundert war das Acquedotto Carolino eines der längsten und fortschrittlichsten Wasserleitungsnetze Europas.

Bilder vom Acquedotto Carolino

Denkmal

Denkmal

zur Erinnerung an die Schlacht am Volturno

Seit den 1990er Jahren wurde viel investiert, um Schäden durch Erdbeben, Erosion und Vegetation zu stoppen.

Das Aquädukt funktioniert heute zwar nur noch teilweise, doch im Palast von Caserta fließt tatsächlich noch Wasser aus Teilen dieses Systems.

Die „Ponti della Valle“, die wir nun bewundern durften, sind 55 Meter hoch, 529 Meter lang, dreistöckig und architektonisch an römische Aquädukte angelehnt.

Heute gehören sie zum UNESCO-Weltkulturerbe und sind eines der Wahrzeichen Kampaniens.

Gleich beim Aquädukt befindet sich auch ein Denkmal zur Erinnerung an die Schlacht am Volturno, die größte militärische Auseinandersetzung des italienischen Einigungsprozesses.

Garibaldi, der berühmte Freiheitskämpfer, stand mit rund 20–24 000 Freiwilligen einer besser ausgebildeten, etwa 30 000 Mann starken bourbonischen Armee gegenüber. Die Kämpfe tobten rund um Sant’Angelo, Santa Maria Capua Vetere, Castel Morrone und Maddaloni.

Trotz der Übermacht gelang Garibaldi ein schwer erkämpfter Sieg.
Er öffnete damit den Weg zur endgültigen Niederlage des Königreichs beider Sizilien – und bereitete den Weg für das moderne Italien.

1889 eingeweiht, beherbergt das Denkmal ein Ossarium (ein Sammelgrab) und trägt ein bronzenes Siegesmotiv.

Reliefs zeigen Garibaldi und seine Offiziere, ein Obelisk ragt gen Himmel – ein stilles Mahnmal für jene, die im Kampf für Italiens Einheit fielen.

Der Ort selbst war Schauplatz schwerer Gefechte: Die monumentalen Aquäduktbögen boten den Truppen Deckung und strategische Vorteile.

Bilder vom Denkmal zur Erinnerung an die Schlacht am Volturno

Bilder von unserer Tour hoch zum Monte Longano

  • Unser Fazit:

    Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall, ein solche bauliche Leistung sieht man nicht alle Tage!

unser Video über das Acquedotto Carolino

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ENDE Bericht über das Acquedotto Carolino - das Carolinische Aquädukt


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