Mittwoch, 6. Mai 2026 von Eva & Roland
Taormina & Mount Etna: Unser unvergessliches Sizilien-Abenteuer
Alcantara-Schlucht & Ätna Gipfeltour: Highlights rund um Taormina
Der Abschied von Tropea fiel uns schwer, doch die Überfahrt nach Messina markierte den perfekten Start in unser Sizilien-Abenteuer. Nach einem kurzen Zwischenstopp ging es weiter nach Taormina, wo wir in Mogiuffi für drei Nächte unser Quartier bezogen – mit Blick auf den beeindruckenden Mount Etna.
Zwischen der faszinierenden Alcantara-Schlucht und den malerischen Gassen Taorminas wuchs die Vorfreude auf das große Highlight: unsere Gipfeltour auf den Ätna – ein Erlebnis, das diese Reise unvergesslich macht.
INHALTSVERZEICHNIS
- Was sehen in Messina? Altstadt Rundgang mit Highlights & Tipps
- Taormina Guide: Altstadt, Teatro Greco & die besten Aussichtspunkte
- Gole dell’Alcantara (Alcantara-Schlucht): Ein faszinierendes Naturphänomen
- Ätna Wanderung: Zwischen Lava, Schnee und aktiven Kratern
- Unser Video Über Messina, Taormina und die Alcantara-Schlucht
- Unser Video zur Ätna-Gipfeltour auf 3.291m
Was sehen in Messina? Altstadt Rundgang mit Highlights & Tipps
Fähre nach Messina
Mit der Fähre nach Messina – der perfekte Start in unser Sizilien-Abenteuer.
Heute klappt alles von Anfang an. Für alle Fälle fahren wir etwas früher aus Tropea ab, um einen Puffer auf dem Weg zur Fähre nach Sizilien zu haben. Als wir am Hafen ankommen, steht gerade eine Fähre da, der Weg leitet uns direkt hin und wir sind in fünf Minuten an Bord – eine Stunde vor der Zeit, für die wir die Tickets gebucht haben.
Noch während wir uns einen Kaffee kaufen, legt das Schiff ab. „Es laaft“, sagen die Kärntner, wenn alles so leicht geht. Ein letzter Blick aufs Festland und ein erster Blick nach Sizilien, während uns stürmischer Wind um die Ohren fliegt.
So sind wir eine Stunde früher als geplant in Messina. Unser Quartier bei Taormina ist noch nicht bezugsfertig, also beschließen wir, uns die Hafenstadt anzusehen.
Messina überrascht uns mehr, als wir erwartet haben. Direkt am Hafen fällt sofort eines der bekanntesten Wahrzeichen der Stadt ins Auge: die goldene Statue der „Madonnina del Porto“. Sie steht auf einer hohen Säule an der Einfahrt des Naturhafens und scheint die ankommenden Schiffe zu empfangen. Für die Einwohner ist sie weit mehr als nur ein Monument – sie steht für Schutz und die enge Verbindung zum Meer.
Dom von Messina, die Cattedrale di Santa Maria Assunta
Besonders eindrucksvoll ist der freistehende Campanile mit seinem berühmten Glockenspiel.
Eng damit verbunden ist die Geschichte der Schutzpatronin der Stadt, der Madonna della Lettera. Der Überlieferung nach besuchen Gesandte aus Messina im Jahr 42 n. Chr. die Jungfrau Maria. Sie gibt ihnen einen Brief mit, in dem sie der Stadt ihren Segen zusichert. Diese Geschichte prägt Messina bis heute und findet sich auch in der Inschrift am Sockel der Hafenstatue wieder: „Vos et ipsam civitatem benedicimus“ – „Ich segne euch und eure Stadt“.
Ein zentraler Punkt unseres Besuchs ist der Dom von Messina, die Cattedrale di Santa Maria Assunta. Besonders eindrucksvoll ist der freistehende Campanile mit seinem berühmten Glockenspiel. Jeden Tag um 12 Uhr beginnt ein aufwendig inszeniertes Zusammenspiel aus Figuren und Klängen. Uns berührt dabei nicht nur die technische Präzision, sondern vor allem die spürbare Sorgfalt und Hingabe, mit der dieses Werk gestaltet ist. Es wirkt bis ins Detail durchdacht – fast so, als würde hier Geschichte lebendig erzählt. Für uns ist es weit mehr als eine touristische Attraktion.
Etwas oberhalb der Stadt liegt das Santuario della Madonna di Montalto. Der Weg dorthin führt durch ruhigere Viertel und wird mit einer beeindruckenden Aussicht belohnt. Von der Terrasse aus blicken wir über den Hafen, die Straße von Messina und bis hinüber zum Festland. Ein ruhiger Ort, der einen schönen Kontrast zum lebhaften Hafen bildet.
Blick vom Campanile zur Santuario della Madonna di Montalto
Vom Campanile schweift der Blick hinauf zum Santuario della Madonna di Montalto – ein stiller Kontrast zum lebendigen Treiben in Messina.
Auch die Kirche Santissima Annunziata dei Catalani ist einen Besuch wert. Ihre Architektur hebt sich deutlich ab, da sie Einflüsse aus normannischer, arabischer und byzantinischer Baukunst vereint. Sie gehört zudem zu den wenigen Bauwerken, die das schwere Erdbeben von 1908 zumindest teilweise überstanden haben.
Dieses Erdbeben prägt Messina bis heute. Große Teile der Stadt werden damals zerstört und anschließend neu aufgebaut. Das erklärt auch das heutige Stadtbild, das sich in vielerlei Hinsicht von anderen historischen Städten Siziliens unterscheidet.
Drei Stunden Messina sind für uns ausreichend, um einen Eindruck von der Stadt zu gewinnen…
Monguiffi Melia heißt der kleine Ort in den Bergen bei Taormina, wo unser süßes Airbnb-Apartment liegt. Es ist erst vor einem Jahr hergerichtet worden – mit viel Liebe zum Detail. Wir kommen an und fühlen uns sofort wohl in diesem ruhigen Ort.
MESSINA in Bildern
Messina Moments: Unser Stopp am berühmten Herz-Schriftzug in Messina
Direkt am Rathaus von Messina: Ein kurzer Stopp beim ikonischen „Messina“-Schriftzug mit Herz – ein perfekter Moment, um anzukommen und Sizilien zu spüren.
Alltag in Messina: Zwischen alten Häusern und echtem Leben
Zwischen den alten Häusern von Messina zeigt sich das wahre Sizilien – wo Einheimische ihren Alltag leben und die Zeit ein wenig langsamer vergeht.
Sizilianische Erfrischung: Unsere süße Pause in Messina
Süße Abkühlung gefällig? Diese sizilianische Spezialität gehört einfach dazu
Willkommen in Messina: Die Madonna della Lettera am Hafen
Die goldene Statue der Madonna della Lettera auf der Hafensäule – ein Wahrzeichen von Messina, das Besucher schon bei der Ankunft begrüßt.
Das Rathaus von Palazzo Zanca: Herzstück von Messina
Das imposante Palazzo Zanca – Sitz der Stadtverwaltung und ein architektonischer Blickfang im Zentrum von Messina.
Taormina Guide: Altstadt, Teatro Greco & die besten Aussichtspunkte
Teatro Greco in Teatro Greco: Antikes Theater mit Blick auf den Ätna
Das beeindruckende Teatro Greco in Taormina – wo antike Geschichte auf einen atemberaubenden Ausblick bis zum Mount Etna trifft.
Doch wir haben noch etwas vor: Taormina steht heute noch auf dem Programm. Es gibt so viel zu sehen auf Sizilien und wir sind gespannt auf alles, also schieben wir die Müdigkeit beiseite und machen uns auf den Weg. Parken muss man unten am Meer, und schon jetzt in der Vorsaison gestaltet sich das schwierig. Es ist nicht nur viel Verkehr, die Parkplätze schließen auch um 19 Uhr – zu früh für uns. Schließlich finden wir einen Parkplatz bei der Seilbahn, der Funivia, die die Besucher hinauf in das hoch gelegene Taormina bringt. Eine lange Schlange wartet – und wir mit ihr.
Wie das wohl im Sommer ist, wenn noch mehr Menschen zwischen Strand und Stadt pendeln? Für uns wäre es nichts. Doch die Stimmung ist entspannt, und als wir schließlich oben ankommen, verstehen wir auch warum. Taormina ist ein lebendiger, bunter Ort. Ein Restaurant reiht sich an das nächste, kleine Geschäfte säumen die Gassen, und überall begegnet man stilvoll gekleideten Menschen. Es wirkt fast wie eine Bühne, auf der sich das Leben zeigt.
Wir schlendern durch die engen Straßen, nehmen die vielen Eindrücke auf – und stoßen dann auf ein absolutes Highlight: das antike Amphitheater. Solltest du jemals nach Sizilien kommen, solltest du dir diesen Ort nicht entgehen lassen. Hoch am Fels gelegen, mit Blick auf den Ätna, ist es auch nach über 2000 Jahren ein Ort, an dem man gerne verweilt und sich vorstellt, wie hier einst das Leben pulsierte.
Santuario Madonna della Rocca: Aussichtspunkt hoch über Taormina
Das Santuario Madonna della Rocca thront hoch über Taormina und belohnt den Aufstieg mit einem spektakulären Blick über Stadt, Küste und Meer.
Ein weiteres Highlight ist das Santuario Madonna della Rocca. Über viele steile Stufen geht es noch weiter hinauf zu dieser kleinen Felsenkirche. Der Aufstieg ist anstrengend, aber er lohnt sich. Oben angekommen eröffnet sich ein weiter Blick über Taormina, das Amphitheater und den Ätna, der sich – noch schneebedeckt – eindrucksvoll am Horizont zeigt.
Aber auch die Geschichte dieser besonderen Kirche ist bemerkenswert: Der Legende nach verirrt sich im Mittelalter ein Hirte in einem schweren Unwetter in die Felsen oberhalb der Stadt. In seiner Not bittet er die Madonna um Hilfe.
Als das Unwetter plötzlich nachlässt, entdeckt er in einer Felsnische ein Bild der Jungfrau Maria. Aus Dankbarkeit wird genau an diesem Ort später die Kirche in den Fels gebaut. Bis heute ist sie ein Ort der Ruhe und Besinnung – und ein Platz, der nicht nur durch seine Aussicht, sondern auch durch seine Geschichte berührt.
Viele Stufen sind es schließlich wieder hinunter bis wir wieder auf Meereshöhe sind und zu unserem Quartier zurückfahren. Ein langer, schöner Tag ist zu Ende gegangen.
GESCHICHTE: ZWISCHEN ANTIKE UND JETSET
Isola Bella
Eine kleine, üppig bewachsene Insel am Fuße Taorminas, die über eine schmale Sandbank mit dem Strand verbunden ist (Naturschutzgebiet).
Hier noch einige interessante Infos zu Taormina:
▪ Taormina blickt auf eine bewegte Geschichte zurück, die von den Sizulern über die Griechen und Römer bis hin zu den Arabern und Normannen reicht. Im 19. Jahrhundert wurde das Städtchen von europäischen Künstlern und Intellektuellen als Sehnsuchtsort wiederentdeckt und entwickelte sich zum exklusivsten Reiseziel der Insel.
SEHENSWÜRDIGKEITEN: ARCHITEKTUR UND AUSBLICKE
▪ Teatro Antico: Das zweitgrößte antike Theater Siziliens ist weltberühmt für seine Akustik und vor allem für den „schönsten Blick der Welt“ – durch die Säulenreihen blickt man direkt auf das Ionische Meer und den schneebedeckten Ätna.
▪ Isola Bella: Eine kleine, üppig bewachsene Insel am Fuße Taorminas, die über eine schmale Sandbank mit dem Strand verbunden ist (Naturschutzgebiet).
▪ Corso Umberto: Die elegante Flaniermeile der Stadt mit ihren mittelalterlichen Stadttoren (Porta Messina und Porta Catania), prächtigen Palazzi und luxuriösen Boutiquen.
▪ Piazza IX Aprile: Die „Terrasse“ der Stadt. Ein schwarz weiß gefliester Platz, der wie ein Balkon über dem Meer hängt und den perfekten Blick auf den Ätna bietet.
▪ Castelmola: Ein kleines Dorf oberhalb von Taormina. Der Aufstieg wird mit einem noch spektakuläreren Rundumblick belohnt.
TAORMINA IN BILDERN
Teatro Greco von oben: Panorama über Taormina und den Ätna
Blick von oben auf das Teatro Greco in Taormina – ein einzigartiges Zusammenspiel aus antiker Architektur, Meer und dem majestätischen Mount Etna im Hintergrund.
Teatro Greco Taormina: Spektakulärer Ausblick von oben auf Theater, Meer & Ätna
Der Blick von oben auf das Teatro Greco in Taormina zeigt eindrucksvoll, warum dieser Ort zu den schönsten Sehenswürdigkeiten Siziliens zählt – mit dem Mount Etna und der Küste als atemberaubende Kulisse.
Teatro Greco Taormina: Blick auf die Säulen des antiken Theaters
Fokus auf den vorderen Teil des Teatro Greco in Taormina – die markanten Säulen rahmen den Blick und lassen die Geschichte dieses beeindruckenden Ortes lebendig werden.
Teatro Greco Taormina: Blick auf die Bühne des antiken Theaters
Blick auf die Bühne des Teatro Greco in Taormina – ein Ort, an dem einst Aufführungen stattfanden und heute Geschichte und Ausblick verschmelzen.
Teatro Greco Taormina: Blick durch den Torbogen auf die antike Kulisse
Durch den Torbogen eröffnet sich der Blick auf das Teatro Greco in Taormina – ein stimmungsvoller Rahmen, der die antike Architektur perfekt in Szene setzt.
Madonna della Rocca: Altar unter dem Felsen bei Taormina
Der Altar im Santuario Madonna della Rocca, direkt unter dem Felsen gelegen – ein stiller Ort, an dem Natur und Spiritualität auf einzigartige Weise verschmelzen.
Kulinarisches Taormina: Zwischen kleinen Restaurants und großem Genuss
Unzählige kleine Restaurants säumen die Gassen von Taormina – überall duftet es nach sizilianischen Spezialitäten und lädt zum Verweilen ein.
Santuario Madonna della Rocca: Die Felsenkirche über Taormina
Das Santuario Madonna della Rocca ist direkt in den Fels gebaut und thront hoch über Taormina – ein besonderer Ort, der Natur, Geschichte und Ruhe vereint.
Gole dell’Alcantara (Alcantara-Schlucht): Ein faszinierendes Naturphänomen
Alcantara-Schlucht: Der Beginn unseres Abenteuers in der Natur Siziliens
Am Eingang der Alcantara-Schlucht beginnt das Naturerlebnis – erste Blicke auf die beeindruckenden Lavaformationen und das klare Wasser machen sofort Lust, tiefer in die Schlucht einzutauchen.
nur etwa 20 km von Taormina entfernt. Hier hat sich der Fluss Alcantara durch bis zu 25 Meter hohe, tiefschwarze Basaltwände gegraben. Die Lava erstarrte einst in bizarren, prismatischen Säulenformen, die heute wie gigantische Orgelpfeifen aus dem kristallklaren (und eiskalten!) Wasser ragen. Ein Spaziergang durch das Flussbett ist an heißen Maitagen eine spektakuläre Erfrischung.
Eigentlich wäre hier eine Bodyrafting Tour geplant gewesen, doch das Wasser ist zu reißend und unsere Tour wird storniert. Wir möchten uns das Gelände trotzdem ansehen und sogar ein Spaziergang durch den Gole Alcantara ist einen Besuch wert.
Der Zugang zur Schlucht erfolgt über einen angelegten Weg und einen Aufzug, der hinunter zum Fluss führen. Unten angekommen stehen wir direkt zwischen den beeindruckenden Basaltformationen, die sich links und rechts steil in die Höhe ziehen. Erst hier wird das Ausmaß dieses Naturphänomens wirklich greifbar. Die Felswände wirken fast künstlich, so regelmäßig sind die sechseckigen und fünfeckigen Säulen geformt – und doch ist alles das Ergebnis eines natürlichen Prozesses.
Entstanden ist diese Landschaft vor mehreren tausend Jahren durch Lavaflüsse des Ätna. Als die heiße Lava auf das kalte Wasser des Alcantara traf, kühlte sie extrem schnell ab und zog sich dabei zusammen. So entstanden die charakteristischen prismatischen Formen, die heute das Bild der Schlucht prägen. Je nach Abkühlungsgeschwindigkeit bildeten sich unterschiedliche Strukturen – von nahezu perfekt geordnet bis hin zu verdrehten, fast skulptural wirkenden Formationen.
Alcantara-Schlucht Sizilien: Eingang & erste Eindrücke der Lavagestein-Schlucht
Der Startpunkt der Alcantara-Schlucht bietet einen eindrucksvollen ersten Blick auf die berühmten Basaltformationen.
Der Fluss selbst entspringt in den Nebrodi-Bergen und bahnt sich seinen Weg über viele Kilometer bis zur Ostküste Siziliens. Sein Wasser ist auffallend klar (heute nicht, heute wirkt es milchig, was wohl den Regenfällen geschuldet ist, die hier vor einigen Tagen waren und den Fluss anschwellen ließen)– und selbst an warmen Tagen überraschend kalt. Wer möchte, kann ein Stück durch das Flussbett gehen, sollte dabei aber auf festes Schuhwerk achten, da die Steine rutschig sind und die Strömung nicht zu unterschätzen ist (Badeschuhe sind für ein paar Euros an einem Stand erwerbbar).
Neben dem klassischen Zugang gibt es auch höher gelegene Aussichtspunkte, von denen man einen guten Überblick über die Schlucht bekommt. Der angrenzende Parco Fluviale dell’Alcantara ist als Naturpark geschützt und bietet neben der Schlucht selbst auch Wanderwege, kleine Gärten und ruhigere Bereiche entlang des Flusses. Hier lässt sich die Landschaft etwas entspannter erkunden, fernab der belebteren Zugänge.
Auch wenn unsere geplante Tour nicht stattfinden kann, lohnt sich der Besuch für uns in jedem Fall. Die Kombination aus geologischer Besonderheit, beeindruckender Natur und der spürbaren Kraft des Wassers macht diesen Ort zu einem eindrucksvollen Erlebnis.
Unser Tipp:
www.golealcantara.it Hier findest du alle Infos zum Naturpark und kannst bodyrafting, Trecking Touren und noch einige Aktivitäten mehr online buchen.
DIE ALCANTARA_SCHLUCHT IN BILDERN
Alcantara-Schlucht: Abkühlung im Fluss zwischen Lavafelsen
Direkt am Anfang der Alcantara-Schlucht waten Besucher durch das kühle Wasser – umgeben von beeindruckenden, steil aufragenden Lavafelsen.
Alcantara-Schlucht: Versteckter Wasserfall zwischen den Felsen
Tief in der Alcantara-Schlucht stürzt ein kleiner Wasserfall zwischen den dunklen Lavafelsen herab – ein ruhiger, fast magischer Ort fernab vom Trubel.
Alcantara-Schlucht: Faszinierende Basaltformationen aus Lava
Die markanten Basaltsteine der Alcantara-Schlucht entstanden durch erkaltete Lava – ihre kantigen Formen machen die Schlucht zu einem einzigartigen Naturwunder.
Alcantara-Schlucht: Basaltfelsen aus der Kraft des Ätna
Geformt von der Lava des Mount Etna und vom Wasser geschliffen, erzählen die Basaltfelsen der Alcantara-Schlucht von der eindrucksvollen Kraft der Natur.
Basaltformationen Alcantara-Schlucht: Entstehung & Besonderheiten
Die Basaltsteine der Alcantara-Schlucht sind ein geologisches Highlight auf Sizilien.
Grüne Oase: Natur rund um die Alcantara-Schlucht
Üppiges Grün und ruhige Wege prägen den Park der Alcantara-Schlucht – ein schöner Kontrast zu den rauen Lavafelsen der Schlucht.
Parco Fluviale dell’Alcantara
Der Parco Fluviale dell’Alcantara ist ein Naturpark im Nordosten Siziliens, bekannt für seine spektakulären Basaltschluchten, den klaren Fluss und grüne Landschaften – ein ideales Ziel für Natur, Erholung und kleine Abenteuer.
Natur genießen: Unterwegs im Park der Alcantara-Schlucht
Grüne Wege, schattige Plätze und die Ruhe der Natur – der Park rund um die Alcantara-Schlucht lädt zum Entspannen und Durchatmen ein.
Alcantara Park Sizilien: Natur, Wege & Erholung rund um die Schlucht
Grüne Wege, schattige Plätze und die Ruhe der Natur – der Park rund um die Alcantara-Schlucht lädt zum Entspannen und Durchatmen ein.
Ätna Wanderung: Zwischen Lava, Schnee und aktiven Kratern
Ätna Gipfeltour: Auf 2700 m mit Blick auf den rauchenden Vulkan
Eva und ich auf rund 2700 m vor dem Mount Etna – ein unvergesslicher Moment zwischen Schnee, Rauch und der gewaltigen Kraft der Natur.
Eine geführte Tour auf den Ätna: aktive Krater, Lavaröhren und beeindruckende Landschaften. Unsere Erfahrung vom Gipfel bis zur Grotta dei Ladroni.
Diesmal möchten wir mit ein paar Fakten beginnen, denn sie sind mindestens genauso beeindruckend wie unsere Tour zu den höchsten Kratern des Ätna selbst. Ja, Kratern – es sind mehrere, sehr viele sogar. Allein am Gipfel gibt es vier Hauptkrater, und dazu kommen über 300 Nebenkrater, die sich über die Flanken des Vulkans verteilen. Aktiv ist der Ätna dabei eigentlich ständig – mal ruhig und fast unmerklich, mal spektakulär mit Lavafontänen, die mehrere hundert Meter in die Höhe schießen.
Der Ätna ist nicht nur der höchste aktive Vulkan Europas, sondern auch einer der aktivsten der Welt. Seine Entstehung reicht rund 500.000 Jahre zurück und ist eng mit dem Zusammenstoß der afrikanischen und der eurasischen Kontinentalplatte verbunden. Anders als viele klassische Vulkane ist der Ätna kein einzelner Kegel, sondern ein komplexes System aus Magmakammern, Spalten und immer neuen Ausbruchszentren.
Was wir heute als „den Ätna“ sehen, ist also das Ergebnis unzähliger Eruptionen. Besonders typisch ist seine basaltische Lava, die vergleichsweise dünnflüssig ist und daher weite Strecken zurücklegen kann. Genau das macht ihn gleichzeitig gefährlich und faszinierend: Die Lava zerstört zwar alles auf ihrem Weg, schafft aber langfristig einen der fruchtbarsten Böden Italiens.
Ätna Tour: Mit der Schneeraupe hinauf auf 2700 Meter
Mit der Schneeraupe geht es Stück für Stück hinauf auf rund 2700 Meter am Mount Etna – durch eine raue, faszinierende Vulkanlandschaft aus Lava und Schnee.
Unsere Tour startet früh am Morgen – um 8 Uhr, ganz italienisch, mit einem schnellen Kaffee und einem Cornetto am Treffpunkt. Noch wirkt alles entspannt, fast unspektakulär. Doch das ändert sich schnell. Gebucht haben wir über EtnaWay und Christian, unser Begleiter ist pünktlich da und spricht sogar deutsch. Er stellt uns Wanderstöcke zur Verfügung, die auch wirklich hilfreich sein werden, denn der Aufstieg ist anspruchsvoll. Wir sind nur eine kleine Gruppe von sechs Leuten und während Christian mehr für das Organisatorische zuständig ist, werden wir von Arturo, einem ausgebildeter Vulkanführer – mit fundiertem Hintergrund in Geologie und Vulkanologie, geführt werden.
Mit dem Bus geht es zunächst rund 1.000 Höhenmeter nach oben, dem Gipfel entgegen. Zunächst karg und schwarz werden die Schneemassen immer höher und schließlich ist es dem Bus nicht mehr möglich noch höher zu fahren. So legen wir weitere Höhenmeter mit der Schneeraupe zurück. Für diese Jahreszeit liegt noch erstaunlich viel Schnee – ein Kontrast, der den Vulkan noch beeindruckender macht.
Ab der Bergstation geht es zu Fuß weiter. Unser erstes Ziel: der Krater Bocca Nuova. Schon auf dem Weg dorthin spürt man, wie sich die Umgebung verändert – der Boden wird rauer, dunkler, lebendiger. Der Krater selbst zeigt sich heute besonders aktiv. In regelmäßigen Abständen entweichen dichte Wolken aus Wasserdampf und vulkanischen Gasen, begleitet von einem leisen Grollen.
Während uns beim Aufstieg noch angenehm warm ist,
schlägt das Wetter am Kraterrand abrupt um. Trotz der Wärme, die der Vulkan abstrahlt, ist es hier oben eisig kalt. Wind, Höhe und Schnee sorgen dafür, dass wir froh über Winterjacken, Handschuhe und Hauben sind. Wir beneiden jene nicht, die meinten ein Sweatshirt reiche für den Aufstieg, doch es haben wohl einige spontan beschlossen, eine Tour zu buchen und die Winterkleidung daheim gelassen.
Ätna Krater Voragine: Erlebnis am Gipfel des Vulkans
Eva und ich stehen am Krater Voragine auf dem Mount Etna – ein beeindruckender Ort, an dem man die Kraft des Vulkans hautnah spürt.
Am Rand des Kraters zu stehen und in den mehrere hundert Meter tiefen Krater zu blicken – oder besser gesagt zu versuchen, hineinzublicken – ist kaum zu beschreiben. Durch die starken Ausstöße bleibt der Blick ins Innere heute verborgen. Und vielleicht macht genau das den Moment noch intensiver.
Heute sind vergleichsweise wenige Gruppen unterwegs. Im Sommer, so erzählt man uns, kann es hier oben deutlich voller werden. Jetzt aber wirkt alles ruhig, fast still – soweit ein aktiver Vulkan das zulässt. Arturo führt uns sicher durch das Gelände, aufmerksam und mit einem Blick für jede noch so kleine Veränderung im Untergrund, aber immer mit einem Lachen und viel Humor, wenn er uns über seinen geliebten Vulkan erzählt.
Der anspruchsvollste Teil folgt zum Schluss: der Aufstieg in Richtung Voragine. Der Weg dorthin ist alles andere als einfach. Frisch ausgeworfenes Gestein aus jüngeren Eruptionen – dunkler, scharfkantiger Basalt – macht den Untergrund uneben und schwer begehbar. Dazu kommt der Schnee, in den man immer wieder einsinkt, und die Spalten, die sich in der erkalteten Lava aufgetan haben. Jeder Schritt verlangt Konzentration, doch wir haben eine gute Gruppe und jeder schafft den Aufstieg ohne größere Probleme.
Oben angekommen tritt all das in den Hintergrund. Es bleibt dieses eine Gefühl: auf einem aktiven Vulkan zu stehen. Auf einem Berg, der lebt, der sich ständig verändert und der seit Jahrtausenden das Leben auf Sizilien prägt – sichtbar, spürbar, allgegenwärtig.
Die Grotta dei Ladroni
An der Grotta dei Ladroni auf dem Mount Etna – gemeinsam mit Celina aus Argentinien, die unsere Ätna-Tour begleitet hat und dabei zu einer lieben Freundin geworden ist.
Unsere Mittagspause verbringen wir beim Abstieg – ganz schlicht, sitzend auf warmen Lavasteinen, mitten in dieser surrealen Landschaft. Während wir die Ruhe genießen, sammelt Arturo für uns kleine Lavasteine als Andenken ein. Eine einfache Geste, die diesen Tag noch ein Stück besonderer macht.
Nach etwa fünfeinhalb Stunden – von der Abfahrt bis zur Rückkehr zum Parkplatz – endet die eigentliche Tour. Doch unser Tag am Ätna ist noch nicht ganz vorbei. Nach einer kurzen Pause und einem weiteren Kaffee fahren wir mit Christian weiter zur Grotta dei Ladroni.
Diese Höhle ist eine sogenannte Lavaröhre, entstanden, als ein Lavastrom an der Oberfläche bereits erstarrte, während im Inneren die flüssige Lava weiterfloss. Als der Strom schließlich versiegte, blieb ein tunnelartiger Hohlraum zurück. Die Grotta dei Ladroni – übersetzt „Höhle der Diebe“ – verdankt ihren Namen der Geschichte, dass sie früher als Versteck für Diebesgut genutzt wurde. Ob das wahr ist, das weiß man nicht so genau. Gesichert ist aber, dass die Höhle dafür genutzt wurde Eis abzubauen, um es in der warmen Jahreszeit auf Mauleseln nach Catania zu bringen. Heute gibt sie einen faszinierenden Einblick in die „Innenwelt“ des Vulkans.
Geführt von Christian betreten wir die kühle, dunkle Höhle und bekommen ein Gefühl dafür, wie dynamisch und lebendig dieser Berg auch unter der Oberfläche ist.
Ein Tag am Ätna ist mehr als nur eine Wanderung. Es ist eine Begegnung mit einer Naturgewalt, die gleichzeitig zerstört und erschafft – und die diese Insel wie kaum etwas anderes prägt.
Unser Tipp:
▪ Wenn du den Gipfel des Ätna besteigen möchtest, buche im Voraus. Es gibt zahlreiche Anbieter. Wir haben über EtnaWay gebucht und waren rundum zufrieden. Es werden auch leichtere Touren als unsere angeboten, falls du den Ätna sehen möchtest, aber nicht bergerfahren bist:
https://etnaway.com
unsere Ätna-Tour in Bildern
Nordkrater am Ätna: Wenn der Vulkan Rauchzeichen sendet
Aus dem Nordkrater des Mount Etna steigt Rauch auf – ein beeindruckender Moment, der die Kraft und Lebendigkeit dieses aktiven Vulkans spürbar macht.
Ätna Anfahrt: Zwischen Lavafeldern und schneebedecktem Vulkan
Auf dem Weg zum Mount Etna: Im Vordergrund die dunklen Geröllmassen eines vergangenen Ausbruchs, dahinter der schneebedeckte Gipfel – ein faszinierender Kontrast der Elemente.
Gemeinsam zum Gipfel: Aufstieg am Mount Etna
Eva und Celina auf dem Weg hinauf zum Mount Etna – Schritt für Schritt durch die raue Vulkanlandschaft einem unvergesslichen Erlebnis entgegen.
Gemeinsam zum Gipfel: Aufstieg am Mount Etna
Raus aus dem Bus, rein in die Schneeraupe – der nächste Abschnitt unserer Tour auf den Mount Etna beginnt und bringt uns Stück für Stück näher Richtung Gipfel.
Mit der Schneeraupe über den Mount Etna
Unterwegs in der Schneeraupe auf dem Mount Etna – durch eine beeindruckende Landschaft aus Lava, Schnee und weiten Ausblicken.
Lavabombe am Mount Etna: Zeugnis eines Ausbruchs
Eine Lavabombe vom Mount Etna – geschmolzenes Gestein, das bei einem Ausbruch in die Luft geschleudert wurde und erst am Boden erstarrte.
Am Kraterrand des Südkraters auf dem Mount Etna
Direkt am Rand des Südkraters des Mount Etna – ein intensiver Moment, in dem man die gewaltige Dimension und Kraft des Vulkans hautnah erlebt.
Ätna aktiv: Dunkle Rauchwolken aus dem Krater
Schwarz-braune Rauchwolken steigen aus dem Mount Etna auf – ein klares Zeichen für eine Eruption im Inneren und diesmal kein harmloser Wasserdampf, sondern vulkanische Asche und Gase.
Vor dem rauchenden Mount Etna: Ein Moment, der bleibt
Eva und ich vor dem aktiven Mount Etna – dunkle Rauchwolken steigen auf und machen diesen Augenblick zu etwas ganz Besonderem.
Aufstieg zum Südkrater: Zwischen Dampf und Vulkanlandschaft am Mount Etna
Auf dem Weg zum Südkrater des Mount Etna steigt aus zahlreichen kleinen Kratern Wasserdampf auf – ein faszinierendes Naturschauspiel, das die Aktivität des Vulkans eindrucksvoll zeigt.
Am Kraterrand des Mount Etna: Früh oben, fast für uns allein
Nur wenige Gruppen stehen am Kraterrand des Mount Etna – als eine der ersten oben genießen wir diesen besonderen Moment in fast völliger Ruhe.
Nordkrater des Mount Etna: Blick in den dampfenden Abgrund
Aus dem Nordkrater des Mount Etna steigt dichter Dampf auf – der Blick in den rund 300 Meter tiefen Krater ist kaum möglich und lässt die gewaltige Tiefe nur erahnen.
Ätna Krater Voragine: Erlebnis am Gipfel des Vulkans
Eva und ich stehen am Krater Voragine auf dem Mount Etna – ein beeindruckender Ort, an dem man die Kraft des Vulkans hautnah spürt.
Am Nordkrater des Mount Etna
Am Rand des Nordkraters des Mount Etna – ein Ort voller Kraft und Ehrfurcht.
Am Nordkrater des Mount Etna: Gemeinsam im kalten Wind
Eva und ich am Nordkrater des Mount Etna – selbst Anfang Mai ist es auf über 3000 Metern noch überraschend kalt, doch genau das macht diesen Moment so besonders.
Ätna Gipfeltour: Auf 2700 m mit Blick auf den rauchenden Vulkan
Eva und ich auf rund 2700 m vor dem Mount Etna – ein unvergesslicher Moment zwischen Schnee, Rauch und der gewaltigen Kraft der Natur.
Ätna im Mai: Bis zu 6 Meter Schnee auf über 3000 m
Am 05. Mai 2026 liegt am Mount Etna teilweise noch bis zu 6 Meter Schnee – ein eindrucksvoller Kontrast zur vulkanischen Landschaft und ein Beweis für die extremen Bedingungen in großer Höhe.
In der Grotta dei Ladroni: Unterwegs im Inneren des Mount Etna
Ich in der Grotta dei Ladroni auf dem Mount Etna – eine faszinierende Lavahöhle, die einen Einblick in die Entstehung des Vulkans gibt.
Grotta dei Ladroni: Zurück ans Licht am Mount Etna
Celina verlässt die Grotta dei Ladroni und tritt zurück ins Tageslicht – ein starker Kontrast zwischen der dunklen Lavahöhle und der offenen Vulkanlandschaft.
Grotta dei Ladroni: Blick durch den Lavaschacht nach oben
Aus dem Inneren der Grotta dei Ladroni fällt der Blick durch einen runden Lavaschacht nach oben – ein faszinierendes Zusammenspiel aus Licht und dunklem Gestein im Mount Etna.
Ätna Gipfeltour: 3290 Meter – höher ging es an diesem Tag nicht
Meine Garmin zeigt 3290 Meter am Mount Etna – die höchstmögliche Besteigung an diesem Tag und ein unvergesslicher Moment auf dem Gipfel des Vulkans.
Letzter Blick auf den Mount Etna: Müde, aber voller Stolz
Noch einmal zurückblicken auf den Mount Etna – müde von den vielen Eindrücken, aber stolz, dieses besondere Erlebnis erlebt zu haben.
Unser Video Über Messina, Taormina und die Alcantara-Schlucht
Dieser Inhalt kann leider nicht angezeigt werden, da Sie der Speicherung der für die Darstellung notwendigen Cookies widersprochen haben. In den Einstellungen erfahren Sie mehr über die Nutzung von Cookies auf dieser Seite und können Ihre Präferenzen detailliert anpassen.
Unser Video zur Ätna-Gipfeltour auf 3.291m
Dieser Inhalt kann leider nicht angezeigt werden, da Sie der Speicherung der für die Darstellung notwendigen Cookies widersprochen haben. In den Einstellungen erfahren Sie mehr über die Nutzung von Cookies auf dieser Seite und können Ihre Präferenzen detailliert anpassen.