Montag, 11. Mai 2026 von Eva & Roland
Zwei Tage in Agrigent: Unsere Highlights auf Sizilien
Agrigent erleben: Tempeltal, Stadtwanderung und weiße Felsen
Unsere 17-tägige Sizilienreise führte uns für zwei spannende Tage nach Agrigent. Am ersten Tag erkundeten wir über drei Stunden lang das beeindruckende Tal der Tempel mit seinen jahrtausendealten Ruinen und einzigartigen Ausblicken. Anschließend wanderten wir rund 14 Kilometer vom Tempeltal hinauf in die Altstadt von Agrigent und entdeckten dabei historische Gassen, schöne Plätze und das authentische sizilianische Leben. Am zweiten Tag stand mit der berühmten Scala dei Turchi ein weiteres Highlight auf dem Programm: die spektakulären weißen Kalkfelsen direkt am türkisblauen Meer – einer der schönsten Küstenorte Siziliens.
INHALTSVERZEICHNIS
- Das Tal der Tempel - Valle dei Templi
- Das Tal der Tempel - Valle dei Templi in Bildern
- Agrigento/Agrigent - Stadtwanderung
- Agrigento/Agrigent - Stadtwanderung in Bildern
- Die Scala dei Turchi
- Die Scala dei Turchi in Bildern
- Unser Video zu Agrigents Sehenswürdigkeiten: Tal der Tempel, Altstadt & Scala dei Turchi
Das Tal der Tempel - Valle dei Templi
Concordia-Tempel in Agrigent – Das Wahrzeichen des Tals der Tempel
Der Concordia-Tempel im Tal der Tempel von Agrigent zählt zu den besterhaltenen griechischen Tempeln weltweit und beeindruckt selbst aus der Luft mit seiner perfekten Symmetrie. Die Drohnenaufnahme zeigt eindrucksvoll, wie majestätisch der über 2.400 Jahre alte Tempel auf dem Hügel über Siziliens Südküste thront.
Sizilien überrascht uns jeden Tag aufs Neue, mit seiner vielfältigen Landschaft, der Kultur, der Geschichte. Nun haben wir bereits so viel gesehen von dieser wunderschönen Insel und doch sind wir wieder mit großen Augen dagestanden…
Das Tal der Tempel
Das Tal der Tempel ist einfach einzigartig. Inmitten dieser Tempelanlage zu stehen, die mächtigen Säulen nach oben zu sehen und sich vorzustellen, wie es wohl damals ausgesehen haben muss, als die Stadt in ihrer Hochblütezeit weit ins Tal hinein erstrahlte. Die warmen Farben des Steins, die weiten Blicke bis zum Meer und diese besondere Ruhe zwischen den jahrtausendealten Ruinen machen diesen Ort zu etwas ganz Besonderem. Gleichzeitig ist die gesamte Anlage unglaublich gut gestaltet – breite Wege, viele Informationen und ein Audioguide, der Geschichte lebendig werden lässt, ohne trocken zu wirken.
Unser Rundgang begann beim Tempio di Giunone, der eigentlich der Göttin Hera gewidmet war. Hoch oben auf dem Hügel gelegen, wirkt der Tempel fast wie ein Wächter über das gesamte Tal. Er stammt aus dem 5. Jahrhundert vor Christus und obwohl Teile zerstört wurden, beeindrucken die mächtigen Säulen noch heute. Besonders spannend fanden wir, dass man an einigen Stellen noch die dunklen Spuren eines Brandes erkennen kann – Überreste der Zerstörung durch die Karthager im Jahr 406 v. Chr., als Agrigent angegriffen und teilweise verwüstet wurde.
Juno-Tempel im Valle dei Templi
Eva und ich stehen voller Staunen vor dem beeindruckenden Juno-Tempel in Agrigent. Schon beim ersten Anblick waren wir von der Größe, den mächtigen Säulen und der besonderen Atmosphäre dieses historischen Ortes tief beeindruckt.
Entlang der südlichen Stadtmauer wird einem erst bewusst, wie riesig die antike Stadt Akragas einst gewesen sein muss. Agrigent galt damals als eine der reichsten griechischen Städte im Mittelmeerraum. Die Mauern dienten nicht nur zur Verteidigung, sondern sollten auch Macht und Bedeutung demonstrieren. Nach den Kriegen gegen Karthago begann jedoch langsam der Niedergang der Stadt. Römer, Byzantiner und später Araber prägten die Region weiter, während viele antike Bauwerke verfielen oder als Steinbruch genutzt wurden.
Der sogenannte Tempio Romano zeigt genau diese Übergänge zwischen den Epochen. Die Römer übernahmen viele Teile der griechischen Stadt und passten sie ihren eigenen Bedürfnissen an. Überall im Tal erkennt man, wie hier Kulturen übereinanderlagen – griechische Tempel wurden umgebaut, Steine wiederverwendet und später sogar Kirchen daraus errichtet.
Der wohl beeindruckendste Tempel der Anlage ist der Tempio della Concordia. Er gehört zu den besterhaltenen griechischen Tempeln weltweit und wirkt beinahe vollständig erhalten. Dass er heute noch so gut aussieht, verdankt er einem glücklichen Zufall: Im frühen Mittelalter wurde der Tempel in eine christliche Kirche umgewandelt und dadurch vor dem Verfall bewahrt. Wenn man zwischen den riesigen Säulen steht, kann man kaum glauben, dass dieses Bauwerk seit mehr als 2400 Jahren existiert.
Tempio di Ercole - Heraklestempel
Ganz anders wirkt der Tempio di Ercole. Von ihm stehen heute nur noch einige wenige Säulen aufrecht, doch gerade diese Ruinenstimmung macht seinen Reiz aus. Es handelt sich um den ältesten Tempel der Anlage, gewidmet Herakles, dem berühmten Helden der griechischen Mythologie. Viele der Säulen wurden erst im 20. Jahrhundert wieder aufgestellt, um einen Eindruck der ursprünglichen Größe zu vermitteln.
Der Tempio dei Dioscuri
Der Tempio dei Dioscuri zählt zu den bekanntesten Motiven im Valle dei Templi von Agrigent. Die markanten vier Säulen mit ihrem teilweise rekonstruierten Giebel wirken wie ein Symbol der antiken Stadt und verleihen diesem historischen Ort eine ganz besondere Atmosphäre.
Besonders faszinierend fanden wir die Überreste des Tempio di Zeus Olympios. Dieser Tempel war einst einer der größten der griechischen Welt. Heute liegen riesige Steinblöcke verstreut über das Gelände, doch man kann sich noch immer vorstellen, wie gewaltig das Bauwerk gewesen sein muss. Berühmt war der Tempel vor allem wegen seiner riesigen Figuren – den sogenannten Atlanten oder Telamonen. Diese steinernen Männerfiguren schienen mit ihren Schultern das Gebäude zu tragen. Einer dieser Atlanten liegt heute rekonstruiert am Boden und zeigt eindrucksvoll die gigantischen Ausmaße.
Fast geheimnisvoll wirkt dagegen das Santuario delle Divinità Ctonie. Hier wurden Gottheiten der Unterwelt und Fruchtbarkeit verehrt. Zwischen niedrigen Mauern, Altären und den Resten kleiner Heiligtümer spürt man, wie wichtig religiöse Rituale für die Menschen damals gewesen sein müssen. Dieser Bereich wirkt viel stiller und mystischer als die monumentalen Tempel.
Der Tempio dei Dioscuri ist heute eines der bekanntesten Fotomotive des gesamten Tals. Eigentlich sind nur noch vier Säulen erhalten, doch genau dieses Eck wurde zum Symbol Agrigentos. Gewidmet war der Tempel den göttlichen Zwillingen Kastor und Pollux. Obwohl Teile im 19. Jahrhundert rekonstruiert wurden, strahlt der Ort noch immer eine besondere Eleganz aus.
Nach diesem beeindruckenden Tag waren wir am Abend mehr als froh, noch ein wenig am Pool unserer Unterkunft entspannen zu können. Die Beine hochzulegen und den Tag Revue passieren zu lassen, tat nach so vielen Eindrücken richtig gut.
Das Tal der Tempel - Valle dei Templi in Bildern
Concordia-Tempel aus der Vogelperspektive
Die Drohnenaufnahme zeigt den majestätischen Concordia-Tempel im Valle dei Templi von Agrigent in seiner ganzen Größe. Einer der besterhaltenen griechischen Tempel weltweit und das Wahrzeichen der antiken Stadt.
Concordia-Tempel bei Sonnenuntergang
Im warmen Licht des Sonnenuntergangs wirkt der Concordia-Tempel im Valle dei Templi noch beeindruckender. Die goldenen Farben verleihen diesem antiken Wahrzeichen von Agrigent eine ganz besondere Atmosphäre.
Concordia-Tempel in Agrigent
Der im 5. Jahrhundert v. Chr. erbaute Concordia-Tempel zählt zu den besterhaltenen griechischen Tempeln der Welt. Besonders bei Sonnenuntergang entfaltet dieses UNESCO-Weltkulturerbe seine einzigartige historische Atmosphäre.
Beleuchteter Concordia-Tempel bei Nacht
Mit den angestrahlten Säulen wirkt der Concordia-Tempel im Valle dei Templi nachts besonders majestätisch. Die eindrucksvolle Beleuchtung bringt die über 2.400 Jahre alte Architektur einzigartig zur Geltung.
Tempel der Hera (Tempio di Hera Lacinia)
„Juno“ ist die römische Bezeichnung, „Hera“ die griechische Göttin. Beide Namen meinen also denselben Tempel im Valle dei Templi von Agrigent.
Antike Gräber in der Stadtmauer von Agrigent
Die in den Felsen und Mauern sichtbaren Öffnungen stammen teilweise aus späteren Epochen und wurden als Gräber oder Grabkammern genutzt. Sie zeigen eindrucksvoll, wie viele verschiedene Kulturen die Geschichte Agrigents geprägt haben.
Antike Befestigungsmauer von Agrigent
Die mächtigen Überreste der antiken Stadtmauer zeigen, wie gut Agrigent einst geschützt war. Teile der Befestigungsanlage stammen noch aus der griechischen Antike und erzählen von der langen Geschichte der einst bedeutenden Stadt.
Blick in den Concordia-Tempel
Im Inneren des Concordia-Tempels beeindrucken die gewaltigen Steinsäulen und die perfekt erhaltene Architektur der griechischen Antike. Zwischen Licht und Schatten spürt man die besondere Atmosphäre dieses über 2.400 Jahre alten Bauwerks.
Concordia-Tempel in Agrigent
Der beeindruckende Concordia-Tempel besitzt insgesamt 34 mächtige Säulen und ist rund 13 Meter hoch. Er zählt zu den besterhaltenen griechischen Tempeln weltweit und ist das Wahrzeichen des Valle dei Templi.
Säulen des Concordia-Tempels
Die imposanten Säulen des Concordia-Tempels bestehen aus hellem Kalkstein aus der Region Agrigent. Trotz ihres Alters von über 2.400 Jahren beeindruckt die antike Baukunst bis heute mit ihrer außergewöhnlichen Stabilität.
Concordia-Tempel zwischen Olivenbäumen
Eingerahmt von alten Olivenbäumen wirkt der Concordia-Tempel im Valle dei Templi besonders mediterran und zeitlos. Die Kombination aus antiker Architektur und sizilianischer Natur macht diesen Ort einzigartig.
Antike Straße im Valle dei Templi
Die alten Fahrspuren im Stein stammen noch aus der Zeit der Griechen und wurden über Jahrhunderte von Wagen in den Felsen geprägt. Ein faszinierendes Zeugnis des antiken Lebens in Agrigent.
Eva im Valle dei Templi
Unter einem alten Olivenbaum genießt Eva den besonderen Blick auf den majestätischen Concordia-Tempel im Hintergrund. Ein wunderschöner Moment zwischen sizilianischer Natur und antiker Geschichte.
Tempio dei Dioscuri in Agrigent
Der Tempio dei Dioscuri mit seinen markanten vier Säulen zählt zu den bekanntesten Wahrzeichen im Valle dei Templi. Die antiken Ruinen verleihen diesem historischen Ort eine ganz besondere Atmosphäre.
Herakles-Tempel in Agrigent
Der Herakles-Tempel zählt zu den ältesten Tempeln im Valle dei Templi und wurde bereits im 6. Jahrhundert v. Chr. erbaut. Die erhaltenen Säulen erinnern noch heute an die einstige Größe der antiken griechischen Stadt Akragas.
Atlanten im Valle dei Templi
Die gewaltigen Steinfiguren, auch Telamonen oder Atlanten genannt, gehörten einst zum Tempel des Olympischen Zeus in Agrigent. Die mehrere Meter hohen Figuren symbolisierten Stärke und trugen ursprünglich das massive Bauwerk der antiken Tempelanlage.
Tempio dei Dioscuri mit Opferaltar
Im Hintergrund ragen die berühmten Säulen des Tempio dei Dioscuri empor, während davor die Überreste des antiken Opferaltars zu sehen sind. Ein eindrucksvoller Ort, der die religiöse Bedeutung des Valle dei Templi widerspiegelt.
Concordia-Tempel mit Bronzestatue
Vor dem majestätischen Concordia-Tempel steht eine moderne Bronzestatue, die einen spannenden Kontrast zwischen antiker Geschichte und zeitgenössischer Kunst schafft. Im Hintergrund beeindruckt der über 2.400 Jahre alte Tempel mit seiner außergewöhnlich gut erhaltenen Architektur.
Agrigento/Agrigent - Stadtwanderung
Der Dom von Agrigent
Der imposante Dom von Agrigent thront hoch über der Altstadt und beeindruckt mit seiner historischen Architektur und dem traumhaften Blick über die Stadt bis zum Meer. Zwischen engen Gassen und alten Steinhäusern spürt man hier die lange Geschichte und den besonderen Charme Agrigents.
Am nächsten Tag ging es hinauf in die Stadt Agrigento selbst – und auch hier wartete wieder eine völlig andere Seite Siziliens auf uns. Die lange Hauptstraße mit ihren sandfarbenen Häusern, kleinen Geschäften und Cafés wirkt auf den ersten Blick fast unscheinbar, aber genau das macht den Charme aus. Viele Läden waren am Sonntag geschlossen, Touristenmassen gab es kaum und die Stadt fühlte sich angenehm authentisch an. Immer wieder führten enge Gassen plötzlich zu kleinen Plätzen oder wunderschönen Kirchenfassaden.
Beim Kloster Santo Spirito wollten wir unbedingt die berühmten „Dolci delle Monache“ probieren – traditionelles Mandelgebäck, das seit Jahrhunderten von den Nonnen hergestellt wird. Voller Vorfreude läuteten wir an der Pforte, doch leider öffnete niemand. Vielleicht war der Sonntag doch stärker als unsere Lust auf Süßes.
Das absolute Highlight der Altstadt war für uns aber der Dom von Agrigento. Schon von außen wirkt die Kathedrale beeindruckend, doch im Inneren entfaltet sie ihren ganzen Zauber. Besonders die kunstvolle hölzerne Kassettendecke ist einzigartig und zählt zu den schönsten Siziliens. Der Dom stammt ursprünglich aus normannischer Zeit und wurde im Laufe der Jahrhunderte immer wieder erweitert und restauriert. Gerade diese Mischung aus verschiedenen Epochen macht ihn so spannend.
Altstadt von Agrigent
Die verwinkelten Gassen der Altstadt von Agrigent versprühen typisch sizilianischen Charme. Zwischen historischen Häusern, kleinen Balkonen und gemütlichen Plätzen entdeckt man das authentische Leben der Stadt und immer wieder beeindruckende Ausblicke bis hinunter zum Meer.
Rund um den Dom ranken sich auch einige Legenden, darunter jene vom „Libro del Diavolo“, dem Buch des Teufels. Der Erzählung nach sollen darin die Namen verdammter Seelen verzeichnet gewesen sein. Solche Geschichten verleihen der Kathedrale eine fast geheimnisvolle Atmosphäre.
Besonders spannend fanden wir auch den Aufstieg auf die Türme. Von oben blickt man direkt hinunter ins Kirchenschiff – eine Perspektive, die man sonst kaum erlebt. Außerdem gehören zum Ticket die Katakomben und ein kleines Museum in der Nähe. Dort erfährt man auch von einer eigenartigen Tradition: Verstorbene Mönche wurden teilweise konserviert und ausgetrocknet aufbewahrt, ähnlich wie man es aus anderen sizilianischen Klöstern kennt.
Ganz in der Nähe steht außerdem eine kleine Kirche „Santa Maria die Greci“, die auf den Resten eines antiken Tempels errichtet wurde. Durch einen Glasboden kann man direkt hinunter auf die antiken Mauern sehen – wieder so ein typischer Moment in Sizilien, wo Geschichte aus jeder Ecke hervortritt.
Zum Abschluss unserer zwei Tage in Agrigento fuhren wir noch zur Scala dei Turchi. Diese strahlend weißen Klippen wirken fast unwirklich und waren der perfekte Abschluss unseres Aufenthalts. Die geschwungenen Formen bestehen aus hellem Mergelgestein, das über Jahrtausende von Wind und Meer geformt wurde. Der Name „Treppe der Türken“ stammt vermutlich aus jener Zeit, als sarazenische Piraten hier anlandeten und von den Bewohnern pauschal als „Türken“ bezeichnet wurden. Heute gehört die Scala dei Turchi zu den bekanntesten Naturwundern Siziliens – und obwohl man unzählige Fotos davon kennt, ist der Anblick in Wirklichkeit noch beeindruckender.
Agrigento/Agrigent - Stadtwanderung in Bildern
Dom von Agrigent auf Sizilien
Der beeindruckende Dom von Agrigent erhebt sich über den Dächern der Altstadt und zählt zu den wichtigsten historischen Bauwerken der Stadt. Seine markante Architektur prägt das Stadtbild seit dem Mittelalter.
Spaziergang durch die Altstadt von Agrigent
Bei unserem Spaziergang durch die Altstadt entdecken wir zahlreiche kleine Lokale, Cafés und traditionelle Geschäfte. Zwischen engen Gassen und historischen Häusern zeigt sich das authentische sizilianische Leben.
Granita-Pause in Agrigent
Bei einer erfrischenden Granita genießen Eva und ich eine kleine Pause vom Stadtspaziergang durch Agrigent. Perfekt, um das sizilianische Lebensgefühl und die sommerlichen Temperaturen zu genießen.
Historische Altstadt von Agrigent
Die Altstadt von Agrigent entstand im Mittelalter auf den Ruinen der antiken Stadt Akragas. Enge Gassen, historische Kirchen und alte Paläste erzählen bis heute von der langen und bewegten Geschichte Siziliens.
Chiesa di Santa Maria dei Greci
Diese Kirche wurde im 12. Jahrhundert direkt auf den Überresten eines antiken griechischen Tempels erbaut – vermutlich eines Tempels der Athena.
Monastero di Santo Spirito beziehungsweise Abbazia di Santo Spirito
Das Kloster heißt Monastero di Santo Spirito beziehungsweise Abbazia di Santo Spirito in Agrigent. Dort verkaufen die Nonnen bis heute traditionelle sizilianische Süßigkeiten wie Mandelgebäck, Pistaziendolci und den berühmten süßen Couscous.
Kunstvolle Holzdecke im Dom von Agrigent
Die beeindruckende Holzdecke des Doms von Agrigent stammt aus dem Mittelalter und begeistert mit ihren kunstvollen Verzierungen. Sie zählt zu den schönsten historischen Deckenkonstruktionen Siziliens und verleiht der Kirche eine besondere Atmosphäre.
Kassettendecke im Dom von Agrigent
Die prachtvolle Kassettendecke im Dom von Agrigent beeindruckt mit ihren detailreichen Holzverzierungen und goldenen Elementen. Sie stammt aus dem 16. Jahrhundert und gilt als eines der kunsthistorischen Highlights der Kirche.
Das „Buch des Teufels“ im Dom von Agrigent
Der Legende nach hinterließ der Teufel im Dom von Agrigent geheimnisvolle Zeichen in einem alten Buch. Bis heute ranken sich mystische Geschichten um dieses außergewöhnliche Relikt, das Besucher seit Jahrhunderten fasziniert.
Chiesa di Santa Maria dei Greci
Im Inneren und unter der Kirche sind noch heute Teile der originalen griechischen Säulen und Fundamente sichtbar. Sie liegt nur wenige Gehminuten vom Dom von Agrigent entfernt und zählt zu den schönsten historischen Orten der Altstadt.
Der Uhrturm am Dom von Agrigent
Der historische Uhrturm neben dem Dom von Agrigent gehört zu den schönsten Aussichtspunkten der Altstadt. Nach dem Aufstieg eröffnet sich ein beeindruckender Blick über die engen Gassen, die Dächer der Stadt und bis hinunter zum Meer. Der Eintritt beinhaltet neben dem Zugang zum Turm auch Einblicke in die Geschichte der Kathedrale und macht den Besuch zu einem besonderen Erlebnis mitten im historischen Zentrum von Agrigent.
Die Katakomben im Dom von Agrigent
Unter dem Dom von Agrigent befinden sich historische Katakomben und unterirdische Gänge, die spannende Einblicke in die lange Geschichte der Kathedrale geben. Zwischen alten Grabstätten, steinernen Gewölben und jahrhundertealten Mauern spürt man die besondere Atmosphäre dieses geheimnisvollen Ortes mitten unter der Altstadt.
Orata mit Pistazien in Agrigent
In Agrigent durften wir eine typisch sizilianische Spezialität genießen: frische Orata mit einer knusprigen Pistazienkruste. Der zarte Doradenfisch harmonierte perfekt mit den aromatischen sizilianischen Pistazien und dem feinen Olivenöl der Region. Ein wunderbares Beispiel für die mediterrane Küche Siziliens – frisch, einfach und voller Geschmack.
Orata mit Pistazien – Sizilien auf dem Teller
Eigentlich wollten wir nur „eine Kleinigkeit“ essen … plötzlich lag eine perfekt gebratene Orata mit Pistazienkruste vor uns. Ab diesem Moment war klar: Die Sizilienreise entwickelt sich langsam zu einer kulinarischen Rundreise mit gelegentlichen Sehenswürdigkeiten dazwischen.
Die Scala dei Turchi
Die Scala dei Turchi
Die berühmte Scala dei Turchi begeistert mit ihren strahlend weißen Kalkfelsen, die sanft zum türkisblauen Meer hinabführen. Dieses einzigartige Naturwunder an Siziliens Südküste zählt zu den schönsten Fotospots der Insel und faszinierte uns sofort mit seiner außergewöhnlichen Landschaft.
Die Scala dei Turchi ist tatsächlich kein historischer Steinbruch, auch wenn sie auf den ersten Blick genau so wirkt. Die geraden Linien, Stufen und terrassenartigen Formen entstehen durch die besondere Beschaffenheit des weißen Mergelgesteins und durch natürliche Erosion.
Der Fels besteht aus sehr weichem, kalkhaltigem Sedimentgestein, das über Millionen Jahre abgelagert wurde. Wind, Regen und vor allem das Meer haben den Stein unterschiedlich stark abgetragen. Dadurch entstanden diese glatten Flächen und scheinbar „geschnittenen“ Stufen. Weil die Gesteinsschichten horizontal abgelagert wurden, wirken viele Linien fast künstlich gerade – tatsächlich folgen sie aber den natürlichen Sedimentschichten.
Dass die Scala dei Turchi wie bearbeitet aussieht, liegt auch daran, dass Menschen unbewusst nach geometrischen Mustern suchen. Die breiten Terrassen erinnern an Treppen oder an Steinabbauflächen. Genau deshalb bekam sie wahrscheinlich auch den Namen „Scala“ („Treppe“).
Allerdings gab und gibt es in der Gegend rund um Realmonte tatsächlich Steinbrüche und Bergbau. Nicht weit entfernt wurde jahrzehntelang Schwefel abgebaut, was die Vermutung eines Steinbruchs zusätzlich nachvollziehbar macht. Die berühmte weiße Klippe selbst gilt aber als natürliche Formation und steht heute unter Schutz.
Umso beeindruckter verließen wir diesen außergewöhnlichen Ort…
Die Scala dei Turchi in Bildern
Scala dei Turchi vom Strand aus
Vom Strand aus zeigt sich die Scala dei Turchi von ihrer schönsten Seite. Die strahlend weißen Felsen wirken fast unwirklich vor dem türkisblauen Meer und schaffen eine der beeindruckendsten Küstenlandschaften Siziliens. Ein Ort, an dem man einfach stehen bleibt und nur noch staunt.
Scala dei Turchi – Die weiße Treppe Siziliens
Die Scala dei Turchi besteht aus hellem Mergelstein, der über Jahrtausende durch Wind und Meer geformt wurde. Durch ihre geschwungene Form erinnert die Küste an eine riesige weiße Treppe direkt am Mittelmeer.
Die Scala dei Turchi
Die berühmte Scala dei Turchi begeistert mit ihren strahlend weißen Kalkfelsen, die sanft zum türkisblauen Meer hinabführen. Dieses einzigartige Naturwunder an Siziliens Südküste zählt zu den schönsten Fotospots der Insel und faszinierte uns sofort mit seiner außergewöhnlichen Landschaft.
Ein perfektes Fotomotiv auf Sizilien
Die Kombination aus strahlend weißen Felsen, türkisblauem Meer und dem warmen Licht Siziliens macht die Scala dei Turchi zu einem der beliebtesten Fotomotive der Insel. Besonders aus der Entfernung entsteht ein beeindruckender Kontrast, der diesen Ort fast unwirklich erscheinen lässt.
Warum die Scala dei Turchi geschützt wird
Der helle Mergelstein der Scala dei Turchi ist sehr empfindlich und wird durch Wind, Regen und zu viele Besucher langsam abgetragen. Deshalb stehen große Teile der Felsen heute unter Naturschutz, um dieses einzigartige Naturwunder Siziliens für kommende Generationen zu erhalten.
Der Ursprung des Namens Scala dei Turchi
Der Name bedeutet übersetzt „Treppe der Türken“. Früher sollen hier sarazenische und türkische Piraten gelandet sein, da die geschützte Bucht ideale Bedingungen zum Anlegen bot.
Das türkisfarbene Meer der Scala dei Turchi
Das Meer an der Scala dei Turchi leuchtet so intensiv türkis, weil das Sonnenlicht auf den hellen Meeresboden und die weißen Mergelfelsen trifft. Das besonders klare Wasser reflektiert die Farben des Himmels und erzeugt gemeinsam mit dem weißen Gestein diese fast karibisch wirkenden Farbtöne.
Fotomoment an der Scala dei Turchi
Eva genießt den traumhaften Ausblick auf die berühmte Scala dei Turchi und das türkisfarbene Meer Siziliens. Die weißen Felsen und das klare Wasser schaffen eine Kulisse, die wie gemacht für unvergessliche Urlaubsfotos ist.
Ein Naturwunder an Siziliens Südküste
Die Scala dei Turchi zählt zu den bekanntesten Naturattraktionen Siziliens und wurde durch Filme und Social Media weltweit berühmt. Besonders bei Sonnenuntergang leuchten die weißen Felsen in warmen Gold- und Orangetönen und schaffen eine fast surreale Atmosphäre.
Der besondere Mergelstein der Scala dei Turchi
Die berühmten weißen Felsen bestehen aus Mergel – einem weichen Sedimentgestein aus Kalk und Ton. Durch Sonne, Wind und Salzwasser entstand über viele Jahrtausende die heute so typische glatte und wellenförmige Oberfläche.
Selfie an der Scala dei Turchi
Ein gemeinsames Selfie durfte an diesem besonderen Ort natürlich nicht fehlen. Die Scala dei Turchi mit ihren weißen Felsen und dem leuchtend türkisen Meer war für uns einer der schönsten Momente unserer Sizilienreise.
Die terrassenartigen Felsen der Scala dei Turchi
Die einzigartigen terrassenförmigen Felsen der Scala dei Turchi entstanden über viele tausend Jahre durch Wind, Regen und das Meer. Der weiche weiße Mergelstein wurde dabei langsam geformt und verleiht der Küste ihr heute weltberühmtes Aussehen.
Vorsicht auf den weißen Felsen
Der Aufstieg auf die Scala dei Turchi wirkt zwar spektakulär, kann aber stellenweise rutschig und gefährlich sein. Besonders der glatte Mergelstein wird durch Sand, Wasser und starke Sonneneinstrahlung schnell sehr glatt – gutes Schuhwerk und etwas Vorsicht sind deshalb unbedingt empfehlenswert.
Roland vor dem türkisblauen Meer Siziliens
Hinter Roland leuchtet das Meer an der Scala dei Turchi in unglaublich intensiven Türkistönen. Gemeinsam mit den weißen Felsen entsteht eine fast karibische Kulisse, die diesen Ort zu einem der schönsten Plätze Siziliens macht.
Eintritt zur Scala dei Turchi
Für den Zugang zur Scala dei Turchi zahlten wir 6 Euro pro Person. Damit wird unter anderem der Schutz und Erhalt der empfindlichen weißen Mergelfelsen unterstützt, die durch Wetter und Besucher stark beansprucht werden.
Unser Video zu Agrigents Sehenswürdigkeiten: Tal der Tempel, Altstadt & Scala dei Turchi
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