Freitag, 11. September 2026 von Eva & Roland
Ein Tag zwischen historischen Plätzen, Türmen und Olive all’Ascolana
Ascoli Piceno – die Stadt aus Travertin
Ascoli Piceno zählt für uns zu den schönsten Entdeckungen unserer Reise durch die Marken. Die historische Stadt begeistert mit ihren hellen Travertinbauten, mittelalterlichen Türmen, eleganten Plätzen und verwinkelten Gassen. Bei unserem Rundgang durch die Altstadt entdeckten wir nicht nur die wichtigsten Sehenswürdigkeiten, sondern auch die genussvolle Seite der Stadt – vom traditionsreichen Caffè Meletti bis zu den berühmten Olive all’Ascolana.
Ankommen in einer Stadt, die sofort neugierig macht
Ankommen in einer Stadt, die sofort neugierig macht
Unser erster Tag in den Marken führte uns nach Ascoli Piceno – und damit gleich zu einer Stadt, die uns vom ersten Spaziergang an überraschte.
Schon auf den ersten Metern durch die Altstadt bemerkten wir, dass Ascoli anders wirkt als viele andere italienische Städte. Das liegt vor allem am Travertin, der das historische Zentrum prägt. Fassaden, Palazzi, Kirchen und Plätze leuchten je nach Tageszeit in unterschiedlichen warmen Farbtönen und verleihen der Stadt ein außergewöhnlich harmonisches Erscheinungsbild.
Doch Ascoli Piceno ist keine Stadt, die man nur wegen einzelner Sehenswürdigkeiten besuchen sollte. Für uns lag der eigentliche Reiz darin, einfach zu Fuß loszugehen.
Durch schmale Gassen, unter alten Bögen hindurch und vorbei an jahrhundertealten Häusern führte uns unser Weg immer tiefer ins historische Zentrum. Über den Dächern tauchten immer wieder Türme auf – Erinnerungen an eine Zeit, in der wohlhabende Familien mit ihren Geschlechtertürmen Macht und Ansehen demonstrierten.
Nicht ohne Grund wird Ascoli Piceno bis heute gerne als „Stadt der hundert Türme“ bezeichnet.
Piazza del Popolo – das Wohnzimmer von Ascoli Piceno
Irgendwann öffneten sich die engen Gassen – und plötzlich standen wir auf der Piazza del Popolo.
Für uns einer dieser Plätze, bei denen man nicht sofort weitergehen möchte.
Der helle Travertin, die historischen Fassaden, die Arkaden und das Leben rundherum bilden eine Kulisse, die fast wie eine Filmaufnahme wirkt. Hier treffen Geschichte und Gegenwart unmittelbar aufeinander: Menschen schlendern über den Platz, sitzen in den Cafés oder genießen einfach die besondere Atmosphäre.
Genau hier befindet sich auch eines der bekanntesten Häuser der Stadt: das traditionsreiche Caffè Meletti.
Schon von außen fällt das elegante historische Café auf. Im Inneren scheint ein kleines Stück vergangener Zeit erhalten geblieben zu sein – mit viel Holz, Glas, historischen Details und jener klassischen italienischen Kaffeehausatmosphäre, die man heute nur noch selten findet.
Für uns war klar: Hier mussten wir hinein.
Und natürlich ging es an diesem Tag nicht nur um Architektur und Geschichte.
Ein Stück Ascoli zum Essen – Olive all’Ascolana
Wer Ascoli Piceno besucht, kommt an ihnen kaum vorbei: den Olive all’Ascolana.
Große grüne Oliven werden entsteint, traditionell mit einer würzigen Fleischmasse gefüllt, paniert und goldbraun frittiert. Außen knusprig, innen herzhaft und am besten noch warm gegessen.
Wir mussten sie natürlich probieren.
Und genau solche Kleinigkeiten gehören für uns zu einer Reise genauso dazu wie Kirchen, Plätze oder Aussichtspunkte. Denn manchmal erzählt eine regionale Spezialität mindestens genauso viel über einen Ort wie ein historisches Gebäude.
Einfach treiben lassen …
Je länger wir durch Ascoli Piceno spazierten, desto mehr gefiel uns die Stadt.
Es waren nicht nur die bekannten Sehenswürdigkeiten. Es waren die kleinen Plätze, die alten Steinfassaden, geöffneten Fensterläden, Cafétische in den Gassen und das warme Licht am Abend, die diesen Tag besonders machten.
Ascoli Piceno ist für uns eine Stadt, bei der man ruhig einmal die geplante Route vergessen darf.
Eine Seitengasse nehmen, obwohl man nicht weiß, wohin sie führt. Durch einen Torbogen gehen. Auf einer Piazza sitzen bleiben. Einen Espresso trinken. Und einfach beobachten.
Denn genau dabei entstehen oft jene Erinnerungen, die von einer Reise am längsten bleiben.
„Manchmal entdeckt man eine Stadt am besten, wenn man für ein paar Stunden aufhört, nach dem nächsten Ziel zu suchen.“
Und unser Tag in Ascoli Piceno war zu diesem Zeitpunkt noch lange nicht zu Ende …
Ascoli Piceno in Bildern – ein Spaziergang durch die Stadt der hundert Türme
Zwischen alten Mauern – Spuren der Festung Fortezza Pia
Im Inneren der historischen Fortezza Pia werden die mächtigen Mauern und freigelegten Überreste der ehemaligen Befestigungsanlage sichtbar. Hoch über Ascoli Piceno erzählen die Ruinen von der strategischen Bedeutung dieses Ortes und bilden einen eindrucksvollen Auftakt zu unserem Spaziergang durch die Stadt.
Genussmoment im historischen Caffè Meletti
Eine kleine Pause gehört in Ascoli Piceno einfach dazu: Cappuccino und süße Köstlichkeiten im traditionsreichen Caffè Meletti an der Piazza del Popolo. Zwischen historischen Arkaden und den charakteristischen mintgrünen Tischen genießen wir für einen Moment das italienische Lebensgefühl – bevor unsere Entdeckungstour weitergeht.
Ascoli Piceno von oben – die Stadt zu Füßen der Fortezza Pia
Aus der Vogelperspektive zeigt sich die besondere Lage der Fortezza Pia oberhalb von Ascoli Piceno. Hinter den alten Festungsmauern breitet sich die historische Stadt mit ihrem dichten Gewirr aus Dächern, Türmen und Kirchen aus, eingebettet in die sanfte Hügellandschaft der Marken.
Forte Malatesta & Ponte di Cecco – Ascoli im Abendlicht
Eines der eindrucksvollsten historischen Ensembles Ascoli Picenos: das mächtige Forte Malatesta erhebt sich direkt am Fluss Castellano, daneben überspannt der Ponte di Cecco das Tal. Die Ursprünge der Brücke reichen bis in die Römerzeit zurück; nach ihrer Zerstörung im Zweiten Weltkrieg wurde sie mit originalem Material wiederaufgebaut.
Ponte di Cecco – historische Brücke über dem Castellano
Stimmungsvoll beleuchtet überspannt der Ponte di Cecco den Fluss Castellano. Der mächtige Steinbogen, das kleine Brückenhäuschen und der Wasserfall darunter bilden besonders in der Abenddämmerung eines der eindrucksvollsten Motive von Ascoli Piceno.
Piazza del Popolo – das Herz von Ascoli Piceno
Aus der Vogelperspektive zeigt sich die Piazza del Popolo am Abend in ihrer ganzen Eleganz. Der weitläufige, mit Travertin gepflasterte Platz wird von historischen Palazzi und Arkaden eingerahmt und gilt als gesellschaftliches Herz der Altstadt – ein Ort zum Flanieren, Genießen und Verweilen.
Mittendrin statt nur dabei – unser Ascoli Piceno
Ein persönlicher Moment auf der Piazza del Popolo: Wir mitten im historischen Herzen von Ascoli Piceno. Umgeben von eleganten Arkaden und den charakteristischen Fassaden der Altstadt genießen wir die besondere Atmosphäre eines der schönsten Plätze unserer Reise durch die Marken.
Piazza del Popolo – das Herz von Ascoli Piceno
Die Piazza del Popolo mit der imposanten Kirche San Francesco und den eleganten Arkaden zählt zu den eindrucksvollsten Plätzen von Ascoli Piceno. Heller Travertin, historische Fassaden und die gemütlichen Cafés unter den Arkaden verleihen dem Platz seine ganz besondere Atmosphäre.
Caffè Meletti – eine Institution in Ascoli Piceno
Direkt an der Piazza del Popolo liegt das traditionsreiche Caffè Meletti mit seiner markanten historischen Fassade. Seit mehr als einem Jahrhundert gehört das elegante Café zum Stadtbild von Ascoli Piceno und ist eng mit der berühmten Anisetta Meletti, einer lokalen Likörspezialität, verbunden.
Barocke Pracht hinter historischen Mauern
Ein Blick in eine der prachtvollen Kirchen von Ascoli Piceno: Reich verzierte Seitenkapellen, Gemälde, Skulpturen und kunstvolle Stuckarbeiten prägen den eindrucksvollen Innenraum und erzählen von der jahrhundertealten religiösen und künstlerischen Geschichte der Stadt.
Das römische Erbe von Ascoli Piceno
Die Überreste des römischen Theaters von Ascoli Piceno erinnern an die antiken Wurzeln der Stadt. Die noch gut erkennbaren, halbkreisförmig angelegten Sitzreihen liegen am Hang des Colle dell’Annunziata und zeigen, welche Bedeutung Ascoli bereits zur Römerzeit besaß.
Drei Tage in MARKEN
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