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05.08. bis 06.08.2026 Modena & Maranello – zwei Tage im Herzen der Motor Valley

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Eva & Roland Freitag, 7. August 2026 von Eva & Roland

Wo italienische Lebensart auf automobile Leidenschaft trifft

Auf den Spuren Enzo Ferraris – vom Geburtshaus bis vor die Werkstore

Ferrari, Motoren, Rennsportgeschichte – und dazwischen mittelalterliche Plätze, Arkaden, italienische Küche und überraschend viel Kultur. Unsere zwei Tage in Modena und Maranello führten uns mitten hinein in die berühmte „Motor Valley“ der Emilia-Romagna.

Wir wollten Ferrari nicht nur in einem Museum betrachten. Wir wollten verstehen, wo diese Geschichte begann und warum ausgerechnet diese Region zu einem der bedeutendsten Zentren des Automobilbaus der Welt wurde. Zwei Museen, die Rennstrecke von Fiorano, eine Werksbesichtigung und die Altstädte von Modena und Maranello machten daraus eine Reise zwischen Vergangenheit, Gegenwart und italienischer Leidenschaft.

Tag 1 – Modena: Wo die Geschichte von Ferrari begann

„Modena schafft etwas, das nur wenige Städte können: Hier stehen Hochleistungstechnik, jahrhundertealte Geschichte und italienischer Alltag ganz selbstverständlich nebeneinander.“

Tag 1 – Modena: Wo die Geschichte von Ferrari begann

Modena – Dom und Ghirlandina von oben

Panoramablick auf Dom und Ghirlandina in der Altstadt von Modena

Panoramablick über Modenas historische Dächer auf den Dom und den 86 Meter hohen Glockenturm Ghirlandina – das weithin sichtbare Wahrzeichen der Stadt.

Ankunft in Modena – viel mehr als schnelle Autos

Modena liegt mitten in der Emilia-Romagna und gehört zu jenen italienischen Städten, deren weltweiter Bekanntheitsgrad in keinem Verhältnis zu ihrer überschaubaren Größe steht. Ferrari, Maserati, Luciano Pavarotti, Aceto Balsamico Tradizionale und eine ausgezeichnete Küche sind nur einige Namen und Spezialitäten, die eng mit der Stadt verbunden sind.

Und obwohl für uns Ferrari einer der Hauptgründe für diese Reise war, wollten wir Modena keinesfalls auf Motoren und Pferdestärken reduzieren.

Die historische Altstadt eignet sich hervorragend dazu, sie zu Fuß zu erkunden. Enge Gassen führen zu großzügigen Plätzen, unter den für die Emilia-Romagna typischen Arkaden liegen kleine Geschäfte, Cafés und Restaurants.

Piazza Grande – das historische Herz Modenas

Einer der schönsten Plätze der Stadt ist die Piazza Grande. Gemeinsam mit dem Dom und dem Glockenturm Ghirlandina gehört sie seit 1997 zum UNESCO-Welterbe.

Der Platz war über Jahrhunderte Mittelpunkt des öffentlichen Lebens. Noch heute vermittelt er mit seinen historischen Gebäuden und dem hellen Stein ein wunderbares Bild vom mittelalterlichen Modena.

Besonders sehenswert ist der Duomo di Modena, dessen Bau Ende des 11. Jahrhunderts begann. Die romanische Kathedrale zählt zu den bedeutendsten Bauwerken ihrer Epoche in Europa.

Direkt daneben erhebt sich die rund 86 Meter hohe Ghirlandina, das weithin sichtbare Wahrzeichen Modenas.

Wer genügend Zeit hat, sollte den Turm besteigen. Der Blick über die roten Dächer der Stadt macht deutlich, wie kompakt das historische Zentrum eigentlich ist.


Mercato Albinelli – Modena zum Schmecken

Mercato Albinelli – Modena zum Schmecken

Ein Abstecher in den historischen Mercato Albinelli gehört für uns zu einem Besuch Modenas unbedingt dazu.

Seit den 1930er-Jahren ist die Markthalle eine Institution der Stadt. Zwischen Obst und Gemüse, Käse, Wurstwaren, frischer Pasta und anderen regionalen Spezialitäten bekommt man einen ausgezeichneten Eindruck davon, warum die Emilia-Romagna als eine der großen Genussregionen Italiens gilt.

Parmigiano Reggiano, Prosciutto di Modena, Lambrusco und natürlich der berühmte Aceto Balsamico Tradizionale di Modena gehören hier zur kulinarischen Identität.

Unser Tipp: Modena sollte man nicht nur besichtigen – man sollte die Stadt auch probieren.


Museo Enzo Ferrari – dort, wo alles begann

„Das Museo Enzo Ferrari, kurz MEF, befindet sich bewusst in Modena. Hier wurde Enzo Ferrari 1898 geboren.“

Danach wurde es für uns Zeit für Ferrari.

Geburtshaus Enzo Ferraris

Geburtshaus Enzo Ferraris

Gerade die Verbindung aus modernem Museum und historischem Gebäude macht diesen Besuch besonders.

Schon von außen fällt der moderne, geschwungene Museumsbau auf. Seine Form erinnert an die Motorhaube eines Sportwagens und bildet einen starken Kontrast zum historischen Geburtshaus Enzo Ferraris.

Im Inneren geht es nicht nur um Autos.

Es geht vor allem um den Menschen hinter der Marke.

Enzo Ferrari begann seine Laufbahn als Rennfahrer, gründete 1929 die Scuderia Ferrari und entwickelte daraus schließlich einen der berühmtesten Automobilhersteller der Welt.

Historische Fahrzeuge, Motoren, Fotografien, Dokumente und multimediale Inszenierungen erzählen die Geschichte eines Mannes, dessen Name heute weltweit für Motorsport steht.

Gerade die Verbindung aus modernem Museum und historischem Gebäude macht diesen Besuch besonders.

Für uns war das der ideale Einstieg: Bevor wir in Maranello die Ferrari-Welt der Gegenwart erlebten, lernten wir in Modena ihre Ursprünge kennen.


Modenna und Ferrari in Bildern

Einmal Ferrari fahren – zumindest für ein Foto

Einmal Ferrari fahren – zumindest für ein Foto

Ein besonderer Moment im Museo Enzo Ferrari in Modena: Eva und ich sitzen in einem gelben Ferrari-Roadster und genießen für einen Augenblick echtes Maranello-Feeling. Eine schöne Erinnerung an unseren Besuch in der Welt des Cavallino Rampante.

Der Palazzo Ducale – Modenas prachtvolles Herz

Der Palazzo Ducale – Modenas prachtvolles Herz

Der imposante Palazzo Ducale an der Piazza Roma zählt zu den eindrucksvollsten Bauwerken Modenas. Die ehemalige Residenz der Herzöge von Este beeindruckt mit ihrer prachtvollen Barockfassade und beherbergt heute die italienische Militärakademie.

Modena von oben – der Palazzo Ducale im Herzen der Stadt

Modena von oben – der Palazzo Ducale im Herzen der Stadt

Spektakulärer Blick aus der Luft auf den monumentalen Palazzo Ducale und die Piazza Roma. Eingebettet in das Dächermeer der Altstadt zeigt sich die ehemalige Residenz der Este-Herzöge als eines der prächtigsten Wahrzeichen Modenas.

Die Ghirlandina – Modenas Wahrzeichen über dem Dächermeer

Die Ghirlandina – Modenas Wahrzeichen über dem Dächermeer

Beeindruckender Blick über die historische Altstadt von Modena mit der 86 Meter hohen Ghirlandina im Mittelpunkt. Der berühmte Glockenturm des Doms überragt das dichte Meer aus roten Ziegeldächern und bildet gemeinsam mit Dom und Piazza Grande das UNESCO-Welterbe der Stadt.

Wenn Ferrari siegt, läuten in Maranello die Kirchenglocken

Wenn Ferrari siegt, läuten in Maranello die Kirchenglocken

Die Kirche San Biagio gehört fest zur Ferrari-Tradition von Maranello: Bei großen Siegen der Scuderia werden hier die Kirchenglocken geläutet – eine besondere Verbindung zwischen Ferrari und seiner Heimatstadt.

Die Palazzina dei Giardini – ein Schmuckstück in Modena

Die Palazzina dei Giardini – ein Schmuckstück in Modena

Die elegante Palazzina dei Giardini liegt inmitten des grünen Giardino Ducale von Modena. Einst Teil der herzoglichen Gartenanlage, ist das farbenprächtige Gebäude heute ein besonderer Blickfang beim Spaziergang durch die Stadt.

Die Anfänge einer Legende – Enzo Ferrari am Steuer

Die Anfänge einer Legende – Enzo Ferrari am Steuer

Historische Aufnahme aus den frühen Rennfahrerjahren Enzo Ferraris. Bevor er selbst zur Automobillegende wurde, saß Ferrari als Rennfahrer am Steuer – Erfahrungen, die später den Grundstein für die berühmteste Sportwagenmarke Italiens legten.

Enzo Ferraris Büro – hier entstanden große Visionen

Enzo Ferraris Büro – hier entstanden große Visionen

Ein Blick in das historische Büro Enzo Ferraris mit Schreibtisch, Pokalen, Rennsportbildern und Erinnerungsstücken. Ein besonderer Ort, der einen persönlichen Einblick in das Leben und Wirken des Ferrari-Gründers vermittelt.

Das Herz eines Ferrari – Technik, die Geschichte schrieb

Das Herz eines Ferrari – Technik, die Geschichte schrieb

Ein faszinierender Blick auf einen historischen Ferrari-Rennmotor. Im Hintergrund erinnert ein Formel-1-Bolide daran, wie eng technische Innovation, Leistung und Rennsport seit jeher mit Ferrari verbunden sind.

Ferrari Formel 1 – Leidenschaft, Technologie, Perfektion

Ferrari Formel 1 – Leidenschaft, Technologie, Perfektion

Ganz nah an der Formel-1-Geschichte: ein beeindruckender Ferrari-Rennwagen aus der Ära Michael Schumachers. Für uns einer jener Momente im Museum, bei denen die Faszination Ferrari besonders spürbar wird.

Ferrari 250 GTO – eine Legende für die Ewigkeit

Ferrari 250 GTO – eine Legende für die Ewigkeit

Der Ferrari 250 GTO von 1962 zählt zu den berühmtesten und begehrtesten Ferrari-Modellen aller Zeiten. Entwickelt für den Rennsport, vereint er zeitloses Design, Leistung und Motorsportgeschichte wie kaum ein anderes Fahrzeug.

Ferrari F80 – die Zukunft trägt Rot

Ferrari F80 – die Zukunft trägt Rot

Der Ferrari F80 verkörpert die neueste Generation der Supersportwagen aus Maranello. Mit extremer Leistung, modernster Hybridtechnologie und konsequent vom Rennsport beeinflusster Aerodynamik zeigt er eindrucksvoll, wohin die Zukunft von Ferrari führt.

Ferrari Formel 1 – geboren auf der Strecke, gemacht für den Sieg

Ferrari Formel 1 – geboren auf der Strecke, gemacht für den Sieg

Ein eindrucksvoller Blick auf einen Ferrari-Formel-1-Boliden aus der erfolgreichen Schumacher-Ära. Technik, Geschwindigkeit und Rennsportgeschichte zum Greifen nah – ein echtes Highlight unseres Besuchs in Modena.

Madonnas Ferrari – ein Mondial mit Star-Geschichte

Madonnas Ferrari – ein Mondial mit Star-Geschichte

Dieser rote Ferrari Mondial Cabriolet gehörte einst Madonna. Heute ist das besondere Fahrzeug im Museo Enzo Ferrari in Modena zu sehen und verbindet italienische Automobilgeschichte mit einem Hauch internationaler Popgeschichte.

Pavarottis Ferrari F40 – zwei Legenden aus Modena

Pavarottis Ferrari F40 – zwei Legenden aus Modena

Dieser Ferrari F40 verbindet zwei weltberühmte Namen aus Modena: Ferrari und Luciano Pavarotti. Der berühmte Tenor war ein begeisterter Ferrari-Fan und erhielt seinen F40 auf Vermittlung von Luca di Montezemolo – eine besondere Verbindung zwischen italienischer Musik- und Automobilgeschichte.

Das Cavallino Rampante – vom Kampfflugzeug zum Ferrari-Symbol

Vom Himmel auf die Rennstrecke

Das berühmte Ferrari-Pferd stammt ursprünglich vom italienischen Jagdflieger Francesco Baracca, der es auf seinen Flugzeugen trug. Seine Mutter überließ das Symbol später Enzo Ferrari und wünschte ihm damit Glück. Ferrari behielt das Pferd schwarz und setzte es auf gelben Grund – die Farbe seiner Heimatstadt Modena. 1932 erschien das Cavallino Rampante erstmals auf den Rennwagen der Scuderia Ferrari und wurde schließlich zu einem der berühmtesten Markenzeichen der Welt.


Tag 2 – Maranello: Im Herzen von Ferrari

„Museo Ferrari Maranello – die Welt des Cavallino Rampante.“

Am nächsten Morgen starteten wir in Maranello.

Die Entfernung von Modena beträgt nur rund 20 Kilometer, doch für Ferrari-Fans ist die Ankunft beinahe ein kleiner Szenenwechsel.

Denn hier ist Ferrari nicht nur Museum.

Ferrari gehört zum Alltag.

Immer wieder taucht das Cavallino Rampante auf, Ferrari-Fahrzeuge sind auf den Straßen keine Seltenheit und hinter Mauern und Werkstoren entstehen jene Autos, deren Klang und Design weltweit bekannt sind.

Museo Ferrari Maranello – die Welt des Cavallino Rampante

Während sich das Museum in Modena stärker mit Enzo Ferrari und den Ursprüngen beschäftigt, steht in Maranello die Marke Ferrari selbst im Mittelpunkt.

Das Museo Ferrari präsentiert Straßenfahrzeuge, Supersportwagen, technische Entwicklungen und natürlich die Geschichte der Scuderia Ferrari in der Formel 1.

Für Motorsportfans sind vor allem die Rennfahrzeuge besonders beeindruckend.

Plötzlich steht man unmittelbar vor jenen Autos, die man zuvor nur aus dem Fernsehen oder von Rennstrecken kannte.

Pokale, historische Rennwagen, Fahrer, technische Entwicklungen und Weltmeisterschaften erzählen von Jahrzehnten Motorsportgeschichte.

Und genau deshalb würden wir keines der beiden Ferrari-Museen auslassen.

Modena erzählt die Geschichte des Menschen Enzo Ferrari.

Maranello erzählt die Geschichte seiner Marke.


Hinter die Kulissen – unsere Ferrari-Werksbesichtigung

„Einer der Höhepunkte unserer Reise war die Besichtigung des Ferrari-Werksgeländes.“

Kimi Räikkönen – Ferraris letzter Fahrer-Weltmeister

Kimi Räikkönen – Ferraris letzter Fahrer-Weltmeister

2007 schrieb Kimi Räikkönen im Ferrari F2007 Geschichte: Beim letzten Rennen in Brasilien holte er sich mit nur einem Punkt Vorsprung den WM-Titel. Bis heute ist er der letzte Fahrer, der mit Ferrari Formel-1-Weltmeister wurde.

Das Werk selbst ist normalerweise kein klassisches Museum, durch das Besucher frei spazieren können. Die angebotenen Touren ermöglichen vielmehr einen geführten Einblick in den Ferrari-Komplex und vermitteln einen Eindruck von den verschiedenen Bereichen des Unternehmens.

Schon die Fahrt entlang der Gebäude ist spannend.

Hier befinden sich Entwicklung, Produktion und zahlreiche Einrichtungen eines Unternehmens, dessen Fahrzeuge trotz modernster Fertigung noch immer einen hohen Anteil an Handarbeit aufweisen.

Besonders faszinierend ist die Vorstellung, dass genau hier jedes neue Straßenmodell entsteht, bevor es irgendwann irgendwo auf der Welt seinem Besitzer übergeben wird.

Fotografieren ist in sensiblen Bereichen verständlicherweise eingeschränkt beziehungsweise untersagt.

Unser Tipp: Wer eine entsprechende Werkstour machen möchte, sollte sich frühzeitig informieren und reservieren. Die Möglichkeiten und Bedingungen können sich ändern.

Kleine Ergänzung zum Bild rechts: Ferrari selbst wurde danach noch einmal Weltmeister – 2008 gewann die Scuderia mit dem F2008 die Konstrukteurs-WM.

Fiorano – Ferraris eigene Rennstrecke

Unmittelbar mit Maranello verbunden ist auch die legendäre Pista di Fiorano.

Ferrari eröffnete die firmeneigene Teststrecke Anfang der 1970er-Jahre. Seitdem dient sie der Entwicklung und Erprobung von Straßen- und Rennfahrzeugen.

Hier wurden Generationen von Ferrari getestet.

Auch Michael Schumacher und zahlreiche andere Formel-1-Fahrer drehten in Fiorano unzählige Runden.

Für Außenstehende wirkt die Anlage vielleicht unspektakulärer als Monza oder Imola. Doch ihre Bedeutung für Ferrari ist enorm. Fiorano ist kein klassischer Grand-Prix-Kurs, sondern vor allem ein Entwicklungs- und Testgelände.

Und wenn man Glück hat, hört man bereits aus einiger Entfernung, dass die Strecke gerade ihrem eigentlichen Zweck dient.


Maranello abseits von Ferrari

„Natürlich dominiert Ferrari den Ort. Trotzdem lohnt es sich, Maranello auch ein wenig zu Fuß zu erkunden.“

Maranello abseits von Ferrari

Maranello abseits von Ferrari

Natürlich dominiert Ferrari den Ort. Trotzdem lohnt es sich, Maranello auch ein wenig zu Fuß zu erkunden.

Das Zentrum ist wesentlich kleiner und moderner als jenes von Modena. Gerade das macht den Kontrast interessant: Hier eine italienische Kleinstadt – dort eines der berühmtesten Automobilunternehmen der Welt.

Rund um das Zentrum finden sich Restaurants, Cafés und Geschäfte, von denen viele natürlich das Thema Motorsport aufgegriffen haben.

Wer ausreichend Zeit mitbringt, sollte nicht nur zwischen Museum, Werk und Rennstrecke hin- und herfahren, sondern auch einmal ohne konkretes Ziel durch Maranello spazieren.

Natürlich dominiert Ferrari den Ort. Trotzdem lohnt es sich, Maranello auch ein wenig zu Fuß zu erkunden.

Das Zentrum ist wesentlich kleiner und moderner als jenes von Modena. Gerade das macht den Kontrast interessant: Hier eine italienische Kleinstadt – dort eines der berühmtesten Automobilunternehmen der Welt.

Rund um das Zentrum finden sich Restaurants, Cafés und Geschäfte, von denen viele natürlich das Thema Motorsport aufgegriffen haben.

Wer ausreichend Zeit mitbringt, sollte nicht nur zwischen Museum, Werk und Rennstrecke hin- und herfahren, sondern auch einmal ohne konkretes Ziel durch Maranello spazieren.

Zwei Ferrari-Museen – welches lohnt sich mehr?

Diese Frage stellt sich beinahe automatisch.

Unsere Antwort wäre: beide.

Das Museo Enzo Ferrari in Modena und das Museo Ferrari in Maranello ergänzen sich hervorragend.

Modena ist emotionaler und biografischer. Hier versteht man, wer Enzo Ferrari war und wie alles begann.

Maranello ist Motorsport, Formel 1, Technik und Ferrari, wie wir die Marke heute kennen.

Wer zwei Tage zur Verfügung hat, sollte deshalb nicht versuchen, sich für eines zu entscheiden.


Modena oder Maranello – welche Altstadt ist schöner?

Hier fällt unsere Entscheidung dagegen ziemlich eindeutig aus: Modena

Modena besitzt mit seinem Dom, der Piazza Grande, der Ghirlandina, seinen Arkaden und Märkten eine echte historische Altstadt, für die sich problemlos mehrere Stunden einplanen lassen.

Maranello besucht man in erster Linie wegen Ferrari. Trotzdem fanden wir es gerade spannend zu sehen, wie eng die Stadt und das Unternehmen miteinander verbunden sind.

Praktische Tipps für zwei Tage Modena & Maranello

Für unsere Kombination würden wir auch anderen Reisenden empfehlen, mindestens zwei Tage und eine Nacht einzuplanen. Das Museo Enzo Ferrari lässt sich wunderbar mit der Altstadt von Modena verbinden. Für Maranello sollte man dagegen genügend Zeit für das Ferrari-Museum, die Werkstour und Fiorano reservieren.

Tickets für Museen und insbesondere angebotene Touren sollte man möglichst vorab prüfen und buchen. Öffnungszeiten und Tourangebote können sich ändern.

Wer mit dem Auto unterwegs ist, hat für die Kombination Modena–Maranello einen deutlichen Vorteil. Die Strecke zwischen beiden Orten ist kurz und lässt sich bequem bewältigen.

Und noch etwas: Wer beide Museen besucht, sollte sie nicht zu schnell „abarbeiten“. Gerade die historischen Fotos, Motoren, technischen Details und Hintergrundgeschichten machen einen großen Teil des Reizes aus.

Kulinarisch gehört Modena zur Reise dazu

Zwischen all den PS sollte man keinesfalls vergessen, wo man sich befindet.

Die Emilia-Romagna gehört zu den kulinarisch bedeutendsten Regionen Italiens. Rund um Modena sind besonders Parmigiano Reggiano, Aceto Balsamico Tradizionale di Modena, Prosciutto di Modena, Tortellini, Tigelle und Lambrusco eng mit der Region verbunden.

Damit bekommt diese Reise eine Kombination, die erstaunlich gut funktioniert:

vormittags Formel-1-Rennwagen, nachmittags jahrhundertealte Altstadt und abends Tortellini mit einem Glas Lambrusco.

Mehr Emilia-Romagna geht eigentlich kaum.


Unser Fazit – zwei Tage zwischen Geschichte und Geschwindigkeit

Enzo Ferrari.

Enzo Ferrari

Unsere zwei Tage in Modena und Maranello waren weit mehr als ein Besuch bei Ferrari.

Wir begannen dort, wo Enzo Ferraris Geschichte ihren Anfang nahm, standen vor legendären Fahrzeugen, blickten hinter die Kulissen von Ferrari und kamen jener Rennstrecke nahe, auf der seit Jahrzehnten an der Zukunft der Marke gearbeitet wird.

Gleichzeitig lernten wir mit Modena eine Stadt kennen, die auch ohne Ferrari eine Reise wert wäre.

Vielleicht ist es genau dieser Gegensatz, der uns besonders gefallen hat.

Auf der einen Seite das Kreischen hochgezüchteter Motoren, Carbon, Aerodynamik und Formel 1.

Auf der anderen Seite Kirchenglocken, jahrhundertealte Steine, ein Teller Tortellini und Menschen, die am Abend unter den Arkaden ihren Aperitivo genießen.

Und irgendwo dazwischen entstand vor fast hundert Jahren die Idee eines Mannes, die diese kleine Region für immer verändern sollte.

Enzo Ferrari.

Aus einer Leidenschaft wurde eine Marke.

Aus einer kleinen Rennmannschaft wurde eine Legende.

Und aus unseren zwei Tagen in Modena und Maranello wurde eine Reise, die uns noch lange in Erinnerung bleiben wird.


Maranello in Bildern

Hall of Fame – die Formel-1-Legenden von Ferrari

Hall of Fame – die Formel-1-Legenden von Ferrari

Wie in einer Hall of Fame versammelt das Museo Ferrari Maranello einige der legendärsten Formel-1-Boliden der Scuderia. Jeder dieser roten Rennwagen erzählt ein Stück Ferrari-Geschichte – von großen Siegen, Weltmeisterschaften und unvergesslichen Momenten auf den Rennstrecken dieser Welt.

Ferrari Hall of Fame – die Weltmeister der Scuderia

Ferrari Hall of Fame – die Weltmeister der Scuderia

Eine Hommage an die großen Ferrari-Weltmeister: von Phil Hill über John Surtees, Niki Lauda und Jody Scheckter bis zu Michael Schumacher. Pokale, Helme und Erinnerungsstücke erzählen von den größten Erfolgen der Scuderia Ferrari in der Formel 1.

Ferrari 250 GT Lusso – zeitlose Eleganz aus Maranello

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Der Ferrari 250 GT Lusso verbindet sportliche Ferrari-DNA mit außergewöhnlicher Eleganz. Mit seinen fließenden Linien gilt er bis heute als einer der schönsten klassischen Gran Turismo aus Maranello – ein Ferrari, der weniger durch Extreme als durch Stil und zeitlose Schönheit beeindruckt.

Ferrari F80 – die neue Spitze aus Maranello

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Ein Blick unter die Haube des Ferrari F80: Der Supersportwagen verbindet modernste Hybridtechnologie mit konsequentem Rennsport-Know-how. Mit 1.200 PS Systemleistung ist er der bislang leistungsstärkste Straßen-Ferrari – ein beeindruckender Blick in die Zukunft der Marke.

Die ersten Ferrari-Weltmeister – Ascari und Fangio

Die ersten Ferrari-Weltmeister – Ascari und Fangio

Die Hall of Fame erinnert an die frühen großen Erfolge der Scuderia Ferrari: Alberto Ascari wurde 1952 und 1953 Weltmeister, Juan Manuel Fangio holte 1956 den Titel für Ferrari. Originale Erinnerungsstücke und Rennwagenmodelle lassen diese legendäre Ära der Formel 1 wieder lebendig werden.

Niki Lauda – Ferrari-Legende und dreifacher Weltmeister

Niki Lauda – Ferrari-Legende und dreifacher Weltmeister

Der legendäre Rennhelm erinnert an Niki Laudas große Zeit bei Ferrari. Mit der Scuderia wurde der Österreicher 1975 und 1977 Formel-1-Weltmeister und prägte eine der erfolgreichsten Epochen der Ferrari-Geschichte.

Michael Schumacher – die erfolgreichste Ferrari-Ära

Michael Schumacher – die erfolgreichste Ferrari-Ära

Der Rennhelm erinnert an eine der größten Erfolgsgeschichten der Formel 1: Michael Schumacher gewann mit Ferrari fünf Weltmeistertitel in Folge von 2000 bis 2004. Eine einzigartige Ära, die Schumacher und die Scuderia Ferrari untrennbar miteinander verbunden hat.

Mittendrin in Ferraris Hall of Fame

Mittendrin in Ferraris Hall of Fame

Ein besonderer Moment zwischen den Legenden der Scuderia Ferrari: Die Hall of Fame erinnert mit Rennhelmen, Modellen und Pokalen an große Weltmeister wie John Surtees, Niki Lauda, Jody Scheckter und Michael Schumacher – ein Stück Formel-1-Geschichte zum Greifen nah.

Boxenstopp bei Ferrari – Formel-1-Technik hautnah

Boxenstopp bei Ferrari – Formel-1-Technik hautnah

Ein Blick hinter die Kulissen der Formel 1: Rennwagen, Reifen, Boxenausrüstung und Kommandotafel vermitteln die Atmosphäre eines Ferrari-Boxenstopps. Eine spannende Inszenierung, die zeigt, wie entscheidend Präzision und Teamarbeit im Rennsport sind.

Ferrari 499P – zurück an die Spitze von Le Mans

Ferrari 499P – zurück an die Spitze von Le Mans

Der Ferrari 499P markiert Ferraris erfolgreiche Rückkehr in die Königsklasse der Langstrecken-WM. Mit diesem Hypercar feierte Ferrari 2023 den Gesamtsieg bei den 24 Stunden von Le Mans – genau 50 Jahre nach dem letzten Werkseinsatz in der Topklasse – und schrieb damit ein neues Kapitel Motorsportgeschichte.

Ferrari 166 MM – eine Legende der frühen Rennsportjahre

Ferrari 166 MM – eine Legende der frühen Rennsportjahre

Der Ferrari 166 MM gehört zu den bedeutendsten Rennwagen der frühen Ferrari-Geschichte. Mit diesem Modell feierte Ferrari 1949 große internationale Erfolge – darunter Gesamtsiege bei den 24 Stunden von Le Mans und der Mille Miglia – und legte damit einen wichtigen Grundstein für den Mythos Ferrari.

San Biagio – die Kirche der Ferrari-Stadt Maranello

San Biagio – die Kirche der Ferrari-Stadt Maranello

Die Pfarrkirche San Biagio ist eng mit der Geschichte Maranellos verbunden. Besonders bekannt ist die Ferrari-Tradition: Bei großen Siegen der Scuderia erklingen die Kirchenglocken – ein außergewöhnliches Zeichen dafür, wie tief Ferrari in seiner Heimatstadt verwurzelt ist.

San Biagio – ein Blick ins Herz von Maranello

San Biagio – ein Blick ins Herz von Maranello

Der schlichte und zugleich stimmungsvolle Innenraum der Kirche San Biagio. Während draußen Ferrari das Leben von Maranello prägt, findet man hier einen Ort der Ruhe – und jene Glocken, die bei großen Siegen der Scuderia ihre besondere Botschaft über die Stadt tragen.

Das Cavallino Rampante – Maranellos berühmtestes Pferd

Das Cavallino Rampante – Maranellos berühmtestes Pferd

Das große springende Pferd im Zentrum von Maranello erinnert unübersehbar daran, dass hier Ferrari zu Hause ist. Das „Cavallino Rampante“ ist längst mehr als ein Markenzeichen – es steht weltweit für Leidenschaft, Rennsport und italienische Automobilgeschichte.

ENDE Bericht über Modena & Maranello – zwei Tage im Herzen der Motor Valley


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