Jeder Bissen Calmar, jede Muschel, der Fisch und die Beilagen, waren ein Geschmackserlebnis, der Wein aus der Region passte wunderbar dazu. Und schließlich erzählte uns der Besitzer bei einem Glas Limoncello noch von seinem bewegten Leben als Koch in ganz Europa.Es war besonders, ebenso wie danach der Spaziergang durch die Altstadt. Wir kamen uns vor wie in einem Film oder einem Märchen – eine Kulisse, die unwirklich erscheint.
Wir sind schon neugierig auf morgen, wenn wir alles noch mal bei Tageslicht sehen.
Woher das Weiß der Häuser wohl stammt, rätselten wir, denn gebaut sind sie mit dem wunderschönen Sandstein, der hier überall abgebaut werden kann und den Boden bildet, auf dem die Olivenbäume wachsen. Wir erfuhren, dass die Häuser im Mittelalter mit Kalk getüncht wurden und seine desinfizierende Wirkung Ostuni dadurch vergleichsweise gut während Pest- und Choleraepidemien schützte. Man behielt diese Tradition bei und heute sorgt das Weiß für ein spektakuläres Stadtbild.
Häuser, eng aneinandergebaut, mit arabischen, normannischen und barocken Elementen, liebevoll dekorierte Hauseingänge, Blumen und Pflanzen in Töpfen entlang der Treppen und nicht zu vergessen die wunderschöne Kathedrale, die man auch von innen gesehen haben sollte - ein absolutes MUSS, wenn du einmal nach Apulien kommst…
Link zu unserer Tour mit Komoot (zum Nachwandern)
OSTUNI - die weiße Stadt Apuliens
Ich habe es nicht gekannt, zugegeben, wie viele Orte in Italien… Heute haben wir die weiße Stadt Ostuni kennen gelernt, in Apulien, am Absatz Italiens.
Fast vier Stunden sind wir von Napoli hierher gefahren, zumeist durch hügeliges Land, das wie Steppengebiet aussah, jetzt wo alle Felder abgeerntet sind, und dann entlang tausender Olivenbäume, teils so alt, dass ihre Stämme einen Durchmesser von sicher 1,5m erreichen. Es soll Bäume geben, die hier bereits seit 2.000 Jahren stehen…
Und dann kamen wir an. Unser Quartier ganz nah zur Altstadt gelegen in einem sogenannten „Trullo“, gebaut im 17. Jahrhundert. Jeder der kleinen Räume hat ein Gewölbe aus Stein. Dieser Stein lässt nicht mal Handystrahlung durch.
Wir kamen am Abend an und waren neugierig, „wie diese berühmte Altstadt wohl aussehen würde?“ Doch zuerst folgten wir einem Tipp unseres Vermieters und speisten – ja, wir speisten- in einem einzigartigen Restaurant mit Blick über Olivenhaine bis zum Meer. (Ristorante Porta Nova, Ostuni)
Jeder Bissen Calmar, jede Muschel, der Fisch und die Beilagen, waren ein Geschmackserlebnis, der Wein aus der Region passte wunderbar dazu. Und schließlich erzählte uns der Besitzer bei einem Glas Limoncello noch von seinem bewegten Leben als Koch in ganz Europa.Es war besonders, ebenso wie danach der Spaziergang durch die Altstadt. Wir kamen uns vor wie in einem Film oder einem Märchen – eine Kulisse, die unwirklich erscheint.
Morgens, nach einem Café und einem Cornetto machten wir uns auf den Weg zu unserem zweiten Spaziergang durch Ostuni. Auch bei Tageslicht erging es uns ähnlich, ein Gefühl der Unwirklichkeit begleitete uns und es hielt den ganzen Tag an, bei jedem Ort den wir besuchten.....
Samstag, 25. Oktober 2025 von Eva BUTTAZZONI